1. Herren trotzen dem Spitzenreiter

Am 12. Spieltag empfing Germania Hauenhorst den Spitzenreiter Greven 09 zum Topspiel. Auf dem Kunstrasenplatz in Mesum verfolgten rund 350 Zuschauer die mit Spannung erwartete Begegnung. Die Ausgangslage war klar: Greven galt als Aufstiegsfavorit Nummer eins und lag vor dem Duell zwei Punkte vor den Germanen. Am Ende stand ein torloses Remis, mit dem beide Mannschaften angesichts des Spielverlaufs gut leben konnten.

Die Heckmann-Elf ging die Partie mit einem klaren Plan an. Im 4-1-4-1-System wollten die Hauenhorster gegen die spielstarken Gäste zunächst kompakt stehen, die Räume eng machen und möglichst wenig zulassen. Greven übernahm erwartungsgemäß die Kontrolle über den Ball, während die Germanen auf schnelle Umschaltmomente und Konter lauerten. Defensiv ging dieser Plan weitgehend auf. Allerdings stand Hauenhorst im ersten Durchgang sehr tief und kam selbst nur selten zu längeren Ballbesitzphasen.

So entwickelte sich eine intensive, von vielen Zweikämpfen geprägte Partie, in der echte Torchancen zunächst Mangelware blieben. Zwar gelang es beiden Teams gelegentlich, gefährliche Angriffe vorzutragen, zwingende Abschlüsse blieben jedoch aus. Die Germania verteidigte diszipliniert und ließ dem Tabellenführer nur wenig Raum, musste offensiv aber ebenfalls weitgehend auf Durchschlagskraft verzichten. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Pause.

Für den zweiten Durchgang nahm sich die Heckmann-Elf vor, die defensive Stabilität beizubehalten, im Spiel nach vorne aber mutiger aufzutreten. Das gelang phasenweise und sorgte dafür, dass Germania nun auch selbst zu einer vielversprechenden Gelegenheit kam. Die beste Chance des gesamten Spiels gehörte Simon Feemers, der nach einer Flanke von Willers zum Abschluss kam, das Tor jedoch knapp verfehlte.

Auf der Gegenseite war auch Germania-Keeper Lütke-Harmölle gefordert. Einen Freistoß der Gäste aus rund 20 Metern entschärfte der Schlussmann und hielt damit die Null fest. An der grundsätzlichen Charakteristik der Begegnung änderte sich bis zum Schlusspfiff wenig: Beide Mannschaften schenkten sich in den Zweikämpfen nichts, doch die entscheidende Lücke in der gegnerischen Defensive fand keine der beiden Offensivreihen.

So blieb es nach 90 intensiven Minuten beim 0:0. Ein Ergebnis, das dem Spielverlauf gerecht wurde und mit dem beide Teams angesichts der überschaubaren Torchancen zufrieden sein konnten. Für Germania ist das Unentschieden gegen den hoch gehandelten Spitzenreiter vor allem aufgrund der geschlossenen Defensivleistung ein Erfolg. Ein großes Kompliment gebührt der gesamten Heckmann-Elf, die über die komplette Spielzeit alles investierte und insbesondere gegen den Ball eine hervorragende Mannschaftsleistung zeigte.

Nach dem Topspiel sind für die Germanen zunächst einige Tage Pause angesagt. Weiter geht es am 31. Oktober mit der nächsten anspruchsvollen Aufgabe: Dann steht das schwierige Auswärtsspiel in Wolbeck auf dem Programm.