1. Herren zeigen im Spitzenspiel Moral

Am 6. Spieltag der Bezirksliga kam es im Waldparkstadion zum absoluten Spitzenspiel: Germania Hauenhorst empfing den Tabellenführer Wacker Mecklenbeck. Beide Mannschaften waren mit fünf Siegen aus fünf Spielen perfekt in die Saison gestartet. Aufgrund der um ein Tor besseren Tordifferenz reiste Mecklenbeck als Tabellenführer nach Hauenhorst.

Am Ende trennten sich beide Teams mit einem gerechten und verdienten 2:2-Unentschieden. Für Germania war es dabei vor allem ein Punkt der Moral, denn die Heckmann-Elf musste gleich auf mehrere Leistungsträger verletzungsbedingt verzichten.

Die Ausfälle eröffneten gleichzeitig die Chance für andere Spieler. Mit Ben Finke, Joan Storm und Fabi Stuckardt feierten gleich drei Spieler ihr Startelfdebüt. Alle drei machten ihre Sache sehr ordentlich und fügten sich gut in die Mannschaft ein.

Der Start in die Partie verlief aus Hauenhorster Sicht allerdings alles andere als optimal. Bereits in der 3. Minute gingen die Gäste mit 1:0 in Führung. Nach einem Querschläger in der Germania-Defensive war Mecklenbecks Tugrul plötzlich frei durch und ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, den Ball zum frühen 1:0 einzuschieben.

Die Germanen hatten kurz darauf die große Chance auf den schnellen Ausgleich. Nach Hereingabe von Bußmann  kam Willers aus kurzer Distanz zum Abschluss, scheiterte jedoch am stark reagierenden Gästekeeper.

In der 13. Minute folgte dann der nächste Rückschlag. Ein eigentlich ungefährlicher und zudem zu langer Ball der Gäste wurde von Hauenhorst nicht konsequent geklärt. Mecklenbecks Keil nutzte die Unentschlossenheit eiskalt aus und erhöhte auf 2:0. Mecklenbeck zeigte sich damit in der Anfangsphase äußerst effektiv und bestrafte die Fehler der Germania-Defensive konsequent.

Mit zunehmender Spieldauer fand Hauenhorst jedoch immer besser in die Partie und erspielte sich gute Möglichkeiten. Nach einem Steckpass vom starken Valle Ricken hatte Fabi Stuckardt eine gute Gelegenheit, verpasste den Ball beim Abschluss jedoch knapp.

Wenig später lag der Ball schließlich im Netz der Gäste – allerdings wurde der Treffer zurückgepfiffen. Nach einem Freistoß von Willers reagierte Holthaus am schnellsten und verwertete den Abpraller. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Abseits. Eine aus Hauenhorster Sicht äußerst zweifelhafte Entscheidung, da Holthaus beim Abschluss klar aus einer regulären Position kam.

Der Anschlusstreffer sollte dann aber doch noch vor der Pause fallen – und zu einem wichtigen Zeitpunkt. Joan Storm schickte Ben Finke mit einem klugen Pass in die Tiefe. Dessen Hereingabe wurde von der Mecklenbecker Defensive nur unzureichend geblockt. Germania-Stürmer Nils Holthaus blieb anschließend eiskalt und zog trocken ab – 1:2.

Mit diesem Ergebnis ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Germania deutlich präsenter, aggressiver und galliger. Die Heckmann-Elf nahm den Kampf nun voll an und drängte auf den Ausgleich. In der 65. Minute war es dann soweit.

Beermann schickte erneut Ben Finke tief in Richtung Grundlinie. Dessen Hereingabe wurde von einem Mecklenbecker Verteidiger im Zweikampf mit Germanias Holthaus ins eigene Tor abgefälscht – 2:2!
Allerdings gehörte auch hier zur Wahrheit, dass man durchaus auf Stürmerfoul hätte entscheiden können. Die Entscheidung blieb jedoch bestehen und Germania hatte den Ausgleich geschafft.

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Es ging teilweise rauf und runter. Während Mecklenbeck immer wieder auf schnelle Konter lauerte, musste Germania defensiv aufmerksam bleiben. Gleichzeitig drückte die Heckmann-Elf immer stärker auf den möglichen Führungstreffer.

Dabei machte Hauenhorst zunehmend den Eindruck, die Partie körperlich besser im Griff zu haben. Germania wirkte frischer und fitter und erhöhte den Druck in der Schlussphase noch einmal deutlich. Die ganz große Möglichkeit zum 3:2 wollte jedoch nicht mehr fallen.

So blieb es nach 90 intensiven Minuten beim 2:2.

Angesichts des frühen 0:2-Rückstands kann Germania Hauenhorst mit dem Punkt definitiv zufrieden sein. Vor allem die Reaktion nach dem schwierigen Start und die Moral, sich gegen den bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer zurück in die Partie zu kämpfen, waren ein starkes Zeichen.

Damit bleiben beide Mannschaften auch nach sechs Spieltagen ungeschlagen. Germania sammelt einen wichtigen Punkt im Spitzenspiel und richtet den Blick nun bereits auf die nächste Aufgabe.

Weiter geht es in der kommenden Woche mit dem Auswärtsspiel bei Gievenbeck 2.