Hauenhorst Siegesserie reißt in Altenberge
Die Erfolgsserie von Germania Hauenhorst ist gerissen: Auswärts beim TuS Altenberge unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Heckmann mit 2:3 – eine Niederlage, die zwar weh tut, am Ende aber nicht unverdient ist.
Dabei waren die Vorzeichen eigentlich klar verteilt. Während Hauenhorst mit vier Siegen in Folge und einer makellosen Rückrunde anreiste, steckte Altenberge zuletzt in einer Negativserie. Doch genau darin lag offenbar die Gefahr: Die Gastgeber zeigten die erwartete Reaktion – und fanden mit ihrem Matchplan genau die richtigen Mittel.
Von Beginn an zog sich Altenberge weit in die eigene Hälfte zurück, überließ Hauenhorst den Ball und lauerte konsequent auf Umschaltmomente. Ein Konzept, das früh aufging: In der 12. Minute schloss Altenberges Hölker einen Konter vom Strafraumeck trocken zur 1:0-Führung ab.
Hauenhorst hatte in der Folge zwar deutlich mehr Ballbesitz, wirkte im Spiel nach vorne jedoch zu ideenlos und insgesamt ungewohnt lethargisch. Altenberge hingegen präsentierte sich defensiv kompakt und setzte immer wieder Nadelstiche. So traf Stürmer Schocke aus spitzem Winkel nur den Pfosten, zudem verfehlte Adler mit einem Distanzschuss knapp das Ziel.
Die besten Möglichkeiten für die Gäste hatte Alex Bügener: Nach einer Ecke von Ibo Polat köpfte er freistehend neben das Tor, später scheiterte er mit einem 16-Meter-Schuss am Altenberger Keeper Scheipers. So ging es mit einer nicht unverdienten 1:0-Führung für die Hausherren in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Germanen ein anderes Gesicht. Die Mannschaft agierte aggressiver, druckvoller und schnürte Altenberge phasenweise ein. Doch die Chancenverwertung blieb ein Problem: Mo Sylla verpasste nach einer Flanke von Bügener den Ausgleich, wenig später konnte auch Anil Kesluhoglu eine Hereingabe von Willers nicht nutzen.
Ab der 73. Minute spielte Hauenhorst dann in Überzahl, nachdem Altenberges Adler mit Gelb-Rot vom Platz musste. Der Druck nahm weiter zu – und wurde schließlich belohnt: Lucas Bahlmann legte auf Andi Heckmann ab, der aus rund 20 Metern abzog und zum verdienten 1:1 traf.
Alles schien nun in Richtung der Gäste zu kippen. Doch wie schon in der ersten Halbzeit offenbarte Hauenhorst auch danach defensive Nachlässigkeiten. In der 85. Minute konnte eine Flanke nicht konsequent geklärt werden, der Ball landete bei Schocke. Der bullige Angreifer setzte sich durch, sein Schuss aus elf Metern wurde noch abgefälscht und trudelte unhaltbar für Nichlas Lütke-Harmölle ins Tor – 2:1 für Altenberge.
Hauenhorst warf in der Schlussphase alles nach vorne, lief dabei jedoch erneut in einen Konter. In der 88. Minute nutzten die Gastgeber die fehlende Konsequenz im Zweikampfverhalten eiskalt aus und erhöhten auf 3:1 durch Gausling.
In der fünfminütigen Nachspielzeit kam noch einmal Hoffnung auf: Willers setzte sich über außen durch, seine Flanke wurde von einem Altenberger Verteidiger ins eigene Netz abgefälscht – nur noch 3:2. Für mehr reichte es jedoch nicht mehr.
Am Ende steht eine bittere, aber keine unverdiente Niederlage. Germania Hauenhorst hatte nicht seinen besten Tag erwischt und vor allem im Defensivverhalten nicht die gewohnte Stabilität gezeigt. Über weite Strecken verteidigte die gesamte Mannschaft nicht so konsequent und griffig wie sonst, was Altenberge immer wieder in die Karten spielte. Die Gastgeber setzten ihren Matchplan konsequent um und verdienten sich den Sieg durch Effizienz und Disziplin.
Für Germania Hauenhorst geht es nach der Osterpause weiter: Dann steht ein Heimspiel gegen Teuto Riesenbeck an – mit der klaren Aufgabe, eine neue Serie zu starten.