(YW) Karsten Wessel schießt die Germania ins Glück

Was für ein Spiel: In einer spektakulären Partie setzte sich die 1. Herrenmannschaft mit 4:5 (1:3) bei Mitaufsteiger Concordia Albachten durch. Dabei machte es das Team von Markus Heckmann jedoch unnötig spannend, indem es eine zwischenzeitliche 1:4 Führung fahrlässig aus der Hand gab. Den Germanen merkte man an, dass sie den mitgereisten Zuschauern aus Hauenhorst (zum ersten Mal wurde ein Fanbus eingesetzt) eine ansprechende Leistung bieten wollten. So gelang direkt in der 1. Minute der Führungstreffer, als Albachtens Schlussmann den Versuch von Alan Krzesinski nur prallen lassen konnte und Willers abstaubte – 0:1. Mittlerweile dürfte bekannt sein, dass eine Führung für die 1. Herren längst keine Sicherheit für einen Punktgewinn darstellt. Nach schlechtem Umschalten in die eigene Defensive erarbeitete sich Albachten einen Eckball, Joshua Roth stand richtig und glich das Spiel aus (7.). Es entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, wobei der Gast aus Hauenhorst die bessere und auch gefährlichere Mannschaft war. Keine drei Minuten nach dem Ausgleichstreffer – die erneute Führung für die Heckmann-Truppe. Auch wenn er sich hat feiern lassen, Hauenhorsts 10er Yannick Beermann –  es war Concordias Julian Rehne, der eine Krzesinski-Ecke ins eigene Tor bugsierte – 1:2 (10.). Kurz vor dem Pausenpfiff baute Andreas Heckmann den Vorsprung noch einmal aus: vorausgegangen war ein starker Ballgewinn von Daniel Albers, der Heckmann bediente und dieser schoss aus 16 Metern gefühlvoll ins lange Eck (44.). Somit ging es mit der verdienten 1:3 Führung in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit hätte besser nicht starten können: Beermann flankte aus dem Halbfeld Richtung 16er, der Ball rutschte durch zu Krzesinski, der mit einem trockenen Schuss seine Leistung krönte und seine Mannen mit 1:4 in Front brachte (50.). 3 Tore Vorsprung, da brennt wohl nichts mehr an. Aber die Germania schien Lust daran zu haben, den Zuschauern etwas mehr Spannung zu bieten. Ein Eckball von Albachten wurde nicht entscheidend geklärt, Fabian Fröhning stellte irgendwie seinen Fuß rein, Wierling machtlos – 2:2 (62.). Hauenhorst war unverständlicherweise in dieser Phase völlig von der Rolle. Albachten schaffte es immer wieder mit Chip-Bällen hinter die Hauenhorster Abwehrkette zu gelangen und aussichtsreiche Torchancen zu erspielen. Die Germanen verpassten es, das Spiel zu beruhigen und sich zurückfallen zu lassen, um den langen Bällen weniger Gefahr zu gewähren. Folgerichtig fiel der Anschlusstreffer durch Yanik Leinkenjost, der nach Querpass nur noch einschieben musste – 3:4 (64.). Danach beruhigte sich die Partie ein wenig, Hauenhorst fing sich und startete selbst wieder Angriffsversuche. Allerdings kam es so, wie es kommen musste: Albachten griff über die Außen an, Querpass, Julian Rehne schiebt ins leere Tor – 4:4 (75.). Innerhalb von 13 Minuten wurde eine komfortable 3 Tore Führung aus der Hand gegeben und es hätte noch schlimmer werden können, doch das Heimteam nutzte zwei 100%-Torchancen nicht. Doch auch Albachten sticht nicht durch eine sattelfeste Abwehr raus, sodass die Heckmann Truppe stets gefährlich blieb und das sollte belohnt werden: 93.Minute: Freistoß Albachten, Martin Heckmann köpft raus auf Willers, der leitet weiter zu Andreas Heckmann und dieser spielte einen wundervollen Schnittstellenpass auf den durchstartenden Karsten Wessel. Germanias Linksverteidiger lief und lief, verzichtete auf den Querpass und drosch das Leder unter den Querbalken – 4:5! Im Anschluss verteidigte Germania noch einen letzten Ball, danach war Schluss. Unterm Strich stehen drei Punkte, die nicht nur für die Tabelle immens wichtig waren, sondern auch für die überragende Stimmung auf der Rückfahrt im Bus sorgten.

Am Sonntag heißt der Gegner Cheruskia Laggenbeck, die zurzeit den vorletzten Platz bekleiden. In der Trainingswoche gilt es nun, die eklatanten Abwehrfehler zu analysieren, denn dieses Spiel hätte am Ende auch anders ausgehen können.