(YW) 1. Herren werden spät geschockt

Dreimal geführt, Chancen zur Vorentscheidung und am Ende doch mit 0 Punkten in der Hand. Diese schmerzhafte Erfahrung musste das Team um Markus Heckmann am Sonntag beim Tabellennachbarn aus Ibbenbüren machen. In der 1. Halbzeit bot sich ein ausgeglichenes Spiel beider Teams. Es lief die 15. Minute, als Sven Mersch sich nach einer Ecke hochschraubte und sehenswert den Ball in die lange Eck versenkte. Die Freude hielt nicht lang, nur zwei Minuten später verteidigten die Germanen einen langen Ball nicht konsequent und Marvin Hagemann bedankte sich aus abseitsverdächtiger Position mit dem Ausgleichstreffer (17.). Bis zum Halbzeitpfiff sahen die Zuschauer ein eher chancenarmes Spiel, wobei die Germanen die gefährlicheren Angriffe fahren konnten. Yannick Beermann hatte nach einer scharfen Hereingabe von Kesluhoglu die größte Möglichkeit, verpasste aber knapp. Kurze Zeit machte es Hauenhorsts 6er aber besser, als auch er sich nach einer Ecke stark durchsetzen konnte und den Ball wiederum ins lange Eck köpfte. Mit der knappen Führung für das Team von Markus Heckmann ging es in die Halbzeit.

Im zweiten Durchgang kam Ibbenbüren zwar druckvoller aus der Kabine, konnten aber keine guten Einschussmöglichkeiten für sich verbuchen. Dennoch mussten die Germanen den erneuten Ausgleichstreffer schlucken, als Kevin Hagemann nach einer Flanke viel zu viel Platz hatte und den Ball gekonnt im Tor unterbrachte (61.) Hauenhorst zeigte sich keineswegs geschockt: wiederum nur zwei Minuten später brachte der stark spielende Anil Kesluhoglu seine Farben erneut in Front, nachdem er nach einem Freistoß aus dem Halbfeld am schnellsten schaltete und den Ball trocken im kurzen Eck verwertete (63.). Im Anschluss rannte Ibbenbüren an, wodurch sich Konterchancen für Hauenhorst boten. Jan-Niklas Krause und zweimal Yannik Willers schafften es allerdings nicht, ihre 1vs1-Situationen gegen den ISV-Schlussmann in einem Tor umzumünzen, um für eine Vorentscheidung zu sorgen. So kam es, wie es kommen musste und Ibbenbüren schaffte es zum 3. Mal die Partie zu egalisieren. Hauenhorst klärte einen Freistoß nicht konsequent, sodass Maximilian Walkenhorst den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte (74.). War der Spielverlauf für das Heckmann-Team nicht schon bitter genug, setzte es in der 92. Minute den negativen Höhepunkt. Ibbenbüren kam über die linke Seite, Hereingabe in die Mitte, Martin Heckmann konnte seinen Fuß nicht mehr wegziehen und bugsierte das Leder über die eigene Linie. Zu allem Überfluss ging dem Tor eine stark abseitsverdächtige Position voran, doch Schiedsrichter Paul Dost war nicht auf dem Niveau des Spiels und bot eine unterirdische Leistung ab. Keine klare Linie zu erkennen, klare Abseitsentscheidungen nicht gesehen und dazu eine frühe Verwarnung gegenüber Trainer Heckmann aufgrund des Verlassens der Coaching-Zone, die es allerdings gar nicht gab. Nach dem erstmaligen Rückstand hatte Hauenhorst dennoch noch einmal die große Chance, zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Jens Bäumer scheiterte allerdings mit seinem Versuch an der Latte (93.). Danach pfiff Schiedsrichter Dost das Spiel ab.

Am Ende steht eine schmerzhafte, sowie vermeidbare Niederlage zu Buche. Zum erneuten Male schaffte Germania es nicht, eigene Führungen in Punkte umzuwandeln. Das Spiel muss nun schnell abgehakt werden, denn am kommenden Sonntag steht das 4. Auswärtsspiel in Folge bei Emsdetten 05 auf dem Programm.