Warendorfer SU vs 1. Frauenmannschaft 1 : 1

Mit einem gerechten 1:1 (0:0) Unentschieden trennten sich im Münsterland Derby die Frauen Regionalliga Teams der Warendorfer SU und Germania Hauenhorst.
Die Vorzeichen waren für Trainer Ralf Spanier alles andere als optimal, denn bereits im Vorfeld wusste der Coach das sein Kader für das Derby arg dezimiert war. Mit Nicole Schampera, Sinah Lütke-Harmölle, Tabea Schüring, Alissa Schöler, Kathrin Wessel, Jule Borgmann, Stella Ewering und Alexandra Mallwitz lagen bereits viele Abmeldungen vor und als sich am Sonntagmorgen auch noch Denise Wacker krankheitsbedingt abmeldete, war der Trainer dann eher ratlos. Kurzerhand erklärte sich aber Kathrin Wessel bereit, trotz anstehender Klausur, das Team nicht im Stich zu lassen. Und so reiste die Germania dann doch, zumindest von der Anzahl her, mit passendem Kader ins östliche Münsterland. Auf der Bank nahmen mit der wieder genesenden Elisa Gude, auch die angeschlagene Isabell Scheinig und Ersatztorfrau Marie Theres Husken als Spielerin Platz.
In der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften eher verhalten, wobei die Germania taktisch defensiv sehr diszipliniert agierte. Warendorf stand sehr tief und versuchte immer wieder mit langen Bällen ihre schnellen offensiven Spielerinnen in Szene zu setzen. Doch Hauenhorst spielte clever und war gerade im Umschaltspiel sehr gefährlich. In der 16. Minute war es Kim Wolters, die als einzige Stürmerin gesetzt, alleine auf das gegnerische Tor zulief, doch der Schuss verfehlte leider das Ziel. Wolters war es auch, die in der 20. Minute nach einem Eckball die nächste große Chance vergab. Ihr Schuss aus der Drehung wurde von der Warendorfer Torfrau erneut zur Ecke gelenkt. Und so ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.
Nach dem Wechsel erhöhte die Germania den Druck und schon in der 47. Minute war es erneut Kim Wolters die aus 12m mit einem Volleyschuss an der Torfrau scheiterte. Warendorf wusste sich nicht zu befreien und so war es in der 58. Minute Christina Schimpke die alleine aufs Warendorfer Tor zulief. Doch anstatt in den Strafraum einzudringen gab es einen Schuss von der Strafraumgrenze, den die Warendorfer Torfrau parieren konnte. Besser machte es Schimpke aber nur drei Minuten später. Nach einem genialen Pass von Lena Wermelt durch die Schnittstelle, nahm sie den Ball im vollem Lauf an und erzielte mit einem trocknen Schuss aus 10m die 0:1 Führung für Hauenhorst. Danach übernahm Warendorf das Spielgeschehen und erhöhte den Druck. Die Germania setze auf Konter und in der 72. Minute war es wieder Christina Schimpke die sich auf den Weg zum gegnerischen Tor machte, doch auch hier war der Abschluss zu früh und Warendorf konnte den Ball klären. Anschließend wurde es brenzlig im Strafraum der Germania. Zunächst musste Torfrau Anne Gehring ihr ganzes Können aufbieten um den Kopfball der eigenen Mitspielerin Anna Höfker zu klären. In der 76. MInute war sie aber machtlos. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, kam eine Warendorfer Spielerin im Strafraum frei zum Schuss und es stand 1:1. Glück für die Germania kurz vor Ende der Partie. Erneut kam eine gegnerische Spielerin nach einer Flanke im Strafraum frei zum Schuss, doch der Ball flog knapp über das Alumium. Danach war Ende und Trainer Ralf Spanier wusste nicht ober er lachen oder weinen sollte.
„Vor dem Spiel hätte ich das Remis unterschrieben. Nach dem Spiel hätte Warendorf sich aber auch nicht über eine Niederlage beschweren dürfen, weil wir unterm Strich die besseren und auch klareren Torchancen hatten“ so der Coach, der aber auch weiß, dass die letzte Möglichkeit im Spiel fast noch ein bitteres Ende gehabt hätte.