Turbulente Schlussphase und nur ein einfacher Punktgewinn beim Abstiegskandidaten für Herren 1

Das hatte man sich anders vorgestellt: mit lediglich einem Punkt kehrt der Aufstiegskandidat Germania Hauenhorst vom Abstiegskandidaten Emsdetten 05 II zurück.

Die Vorzeichen waren nicht besonders gut. Coach Markus Heckmann musste improvisieren. Mit Martin Heckmann, Yannick Beermann und Walter Sitnikow fielen drei von vier defensiven Zentrumspielern verletzt aus und mussten ersetzt werden. Zusätzlich war der Doppeltorschütze vom Spiel gegen SuS Neuenkirchen Marius Reckels gelbgesperrt. 05 hingegen konnte auf Unterstützung aus dem Kader der ersten Mannschaft zählen. Der SVG kam auf Wunsch der Truppe vom Wasserturm bereits am Donnerstag zum Gastspiel. Als Dank wurde man dann also mit einem aufgewerteten 05-Kader empfangen.

Nichtsdestotrotz verfügt die Mannschaft aus Hauenhorst über die nötigen Mittel um so ein Spiel zu gewinnen. Die ersten Minuten wurde direkt klar, wie das Spiel laufen sollte. 05 stand mit elf Mann in der eigenen Hälfte und schaltete bei Fehlern der Germania blitzschnell und gefährlich um. Der Pfosten rettete für den bereits geschlagenen Jan Westhoff. Doch dann traf Jonathan Pohl zum 1:0. Nach einer Ecke landete der zweite Ball bei Pohl, der bedankte sich und markierte seinen ersten Saisontreffer. Ein Freistoßtreffer sorgte für den Ausgleich und den Pausenstand. 1:1.

Emsdetten traf zum 2:1 als die Elf vom Waldpark wohl noch in der Kabine weilte. Ein Kopfballtreffer von Karsten Wessel sorgte für den erneuten Ausgleich, der allerdings deutlich haltbar schien. Dann wartete eine spektakuläre und hektische Schlussphase auf die Zuschauer und die Aktiven. Erst traf Andreas Heckmann in der 89. Minute zum 2:3 für den SVG. Jan Koers schaltete am schnellsten und brachte einen verunglückten Freistoß in die Mitte, Heckmann köpfte ein. 94. Minute: Freistoß der Hausherren, klarer Ellbogenschlag gegen Jürgen Heckmann. Heckmann liegt mit blutiger Nase am Boden, 05 trifft zum 3:3. Der Schiedsrichter erklärte, er hätte die Situation gesehen aber anders bewertet. Heckmann musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch das Spielfeld verlassen. Wenig später sah ein Emsdettener die gelbe Karte für eine deutlich Beleidigung gegen einen Zuschauer und Hauenhorst hatte nochmal die Chance mit einem Freistoß aus 18 Metern zu treffen. Yannik Willers setzte diesen Freistoß aber ausnahmsweise nicht in die Maschen. Somit geht man mit einem Unentschieden und letztendlich acht Punkten Vorsprung in die Winterpause.

Eine überragende Hinserie mit nur einer Niederlage im ersten Spiel gegen den mit Westfalenligaunterschiedsspielern bespickten SuS Neuenkirchen, drei Unentschieden und 13 (!) Siegen geht also zu Ende. Die verletzten Spieler werden sich auskurieren und dann im wichtigen ersten Spiel nach der Pause gegen den FC Nordwalde wieder voll angreifen. Freuen darf sich jeder Germane auch auf den ersten Pflichtspieleinsatz von Daniel Albers. Albers war im Sommer aus Neuenkirchen gekommen und hatte sich in der Vorbereitung schwer verletzt. Er wird nach der Winterpause wieder langsam zur Mannschaft stoßen und ins Spielgeschehen einsteigen, sobald er sich bereit fühlt. Das gibt dem Trainerteam Heckmann/Höing noch mehr Möglichkeiten und Qualität im Zentrum.

Genießt die Pause…