TSV Alemannia Aachen vs 1. Frauenmannschaft 0 : 2

( RS ) Mit dem Ziel „nicht zu verlieren“ trat der Germanen Tross am Sonntagmorgen die lange Reise in die Domstadt Aachen an, um dort der Alemania Paroli zu bieten. Gegenüber dem Punktgewinn im Spiel beim Tabellenführer in Essen nahm Trainer Ralf Spanier einige personelle Änderungen in der Startelf vor. Neben der beruflich verhinderten Torjägerin Nicole Schampera mussten auch noch Tabea Schüring und Kathrin Wessel leicht angeschlagen auf der Bank Platz nehmen. Frauke Lunkwitz, Lara Hohm und Lena Arentz standen von Beginn an auf dem Platz und erledigten ihre Aufgaben gut. Taktisch gesehen spielte die Germania mit zwei defensiven Viererketten, um dem erwarteten aggressiven Offensivspiel der Alemannia entgegen zu wirken.
Das Spiel verlief im ersten Durchgang dann auch wie vermutet: der Gastgeber machte Druck und störte die Germania mit einem Pressing schon im Spielaufbau. Doch davon ließen sich Anna Höfker und Sinah Lütke-Harmölle als Abwehrchefinnen nicht beeindrucken. Mit einem ruhigen und guten Passspiel und immer wieder langen und diagonalen Bällen in den Rücken der weit aufgerückten Aachener Defensive, spielte sich Hauenhorst selber gute Torchancen heraus. In der 12. Minute war es Lara Hohm, die aus 18m einen Schuss aufs Aachener Tor abgab. Der Ball klatsche an die Latte und von dort mit einem enormen Drall zurück auf den Kunstrasen und ins Aachener Tor zur 0:1 Führung der Germania. „Ein kurioses Tor“ fand auch Trainer Ralf Spanier, dem es aber am Ende auch egal war. „Hauptsache drin“. Aachen machte weiter Druck ohne sich aber nennenswerte Chancen heraus zu spielen. Besser machte es in der 30. Minute erneut die Germania. Ein gutes Umschaltspiel aus der eigenen Hälfte. Ein Pass auf Isabell Scheinig und das 17-jährige Nachwuchstalent ging mit viel Tempo in den Aachener Strafraum. Ein kurzer Blick, eine präzise Flanke auf Kim Wolters und diese schoss den Ball aus 5 m unhaltbar zur 0:2 Pausenführung für die SVG ins Tor.
Nach dem Wechsel gingen die Gastgeberinnen aus Aachen noch offensiver zu Werke. Immer wieder ging es mit schnellen Kombinationen und langen Bällen Richtung Tor von Anne Gehring, doch die Hauenhorster Defensive war nicht zu knacken. Nach einem Eckball für Aachen wurde es nochmal brenzlig, doch der Ball flog an die Latte und konnte anschließend geklärt werden. In der Schlussphase verordnete Spanier seinem Team dann die totale Defensive. Mit Alexandra Mallwitz für Stürmerin Lena Arentz und mit Alissa Schöler und Kathrin Wessel für das defensive Mittelfeld macht die Germania hinten dicht und nahm am Ende dann auch nicht ganz unverdient alle 3 Punkte mit auf dem Heimweg.
Das Fazit von Trainer Ralf Spanier fiel dann auch mehr als positiv aus: „Eine geschlossene Mannschaftsleistung, taktische Disziplin und ein unbedingter Wille haben uns hier den Sieg gebracht. Den Moment genießen wir, aber es waren erneut 3 Punkte für den Klassenerhalt.“