Spiele der 1. Frauenmannschaft am Wochenende

Ein anstrengendes Wochenende liegt hinter der 1. Frauenmannschaft der Germania. Von der Vorbereitungsplanung her trafen die Spanier – Schützlinge innerhalb von 48 Stunden am Freitagabend in einem Testspiel zunächst auf den SV Meppen aus der 2. Bundesliga Nord und am Sonntagnachmittag in der 1. Runde des Westfalenpokals auf den Landesligisten TuS Asemissen in der Nähe von Bielefeld – Leopoldshöhe.
Gegen den Bundesligisten aus Meppen gab es vom Trainer die Vorgabe, das „Defensivverhalten“ zu schulen. Dieses wurde von der Mannschaft hervorragend umgesetzt, auch wenn am Ende eine 1:3 (O:0) Niederlage auf dem Papier stand. „Meine Mannschaft hat sich sehr diszipliniert verhalten und mit hohen Einsatz und Laufbereitschaft dem Gegner bis zur 66. Minute Paroli geboten“ so der Coach, der aber auch feststellen musste, das der Zweitligist aus Meppen seinem Team in Punkto Spieltempo und Kombinationssicherheit einiges voraus war. Die mangelhafte Chancenverwertung der Meppenerinnen, sowie überragende Leistungen von SVG Torfrau Anne Gehring und Neuzugang Anna Höfker in der zentralen Abwehrkette, sorgten am Ende dann für eine laut Spanier „verdiente Niederlage“ der Germania Frauen, die aber knapper ausfiel, als vielleicht einige der neutralen Zuschauer erwartet hatten. Den Ehrentreffer für Hauenhorst erzielte Nicole Schampera.

Am Sonntagnachmittag reiste die Germania dann zum TuS Asemissen, um die 1.Runde im Westfalenpokal zu bestehen. Auf dem gewöhnungsbedürftigen Kunstrasenplatz sah man einigen Spielerinnen noch die Belastung aus dem Meppen Spiel an. Trotzdem ging der Favorit schon in der 8. Minute durch ein Tor von Nicole Schampera mit 1:0 in Führung. In der 15. Minute war Trainer Ralf Spanier schon zum ersten Wechsel gezwungen. Für die angeschlagene Lena Arentz kam Isabell Scheinig ins Spiel. Hauenhorst spielte im ersten Durchgang aber nicht den Fußball, den sich Trainer und Verantwortliche gewünscht hatten. Viele Stockfehler, ein unsauberes Passspiel und ein tief stehender Gegner führten dazu, das der Regionalligist nicht wie gewohnt sein Spiel aufziehen konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff (41. Min) erzielte Lara Hohm mit einem abgefälschten Schuss dann aber doch die beruhigende 2:0 Halbzeitführung.
In der Pause stellte Trainer Ralf Spanier sein taktisches System aus dem 1. Durchgang um. „Wir sind wieder weg von der Dreier-Kette und dem kompakten Mittelfeld hin zur klassischen Vierekette“ so der Coach, der selbstkritisch feststellen musste das seine „Spielidee 1.Halbzeit“ nicht ganz funktionierte. „Da passten die Laufwege und das Positionsspiel nicht.“ Im 2. Durchgang lief der Ball dann flüssiger, doch ein richtiges Powerplay konnte die Germania auch hier nicht aufziehen. Ganz im Gegenteil, denn in zwei Situationen kam Asemissen mit einem guten Konterspiel zu gefährlichen Aktionen, die nur knapp am Tor von Anne Gehring vorbei gingen. Am Ende siegte dann aber doch die Dominanz und die Erfahrung der Regionalligamannschaft. In der 77. Minute kam Sinah Lütke-Harmölle nach einem Eckball frei zum Kopfball und erhöhte auf 3:0. Keine zehn Minuten später lief Stürmerin Nicole Schampera der gegnerischen Abwehr auf und davon und erzielte den 4:0 Endstand.
Das Wochenend-Fazit von Trainer Ralf Spanier fiel dann auch eher nüchtern aus: „Im Test gegen Meppen eine couragierte und engagierte Leistung mit Lerneffekt. Im Pokal eher ein nüchterner Pflichtsieg – mehr aber auch nicht.“