SGS Essen II ( U 20 ) vs 1. Frauenmannschaft 2 : 2

( RS ) Mit einem 2:2 (1:0) Unentschieden beim Tabellenführer SGS Essen Schönebeck reisten die Germania Frauen am Sonntagabend erhobenen Hauptes wieder zurück ins Waldparkstadion. Zufrieden waren anschließend auch Mannschaft und Trainer, denn der Matchplan für das Spiel bei der Bundesligareserve wurde hervorragend umgesetzt. „Unser Ziel war es in Essen zu punkten und das Ziel haben wir auch erreicht.“ lobt Trainer Ralf Spanier den Auftritt seiner Mannschaft.

Gegen die technisch versierten und spielstarken Essenerinnen setzte der Coach auf eine kompakte und variable Defensive, die aus einer Dreierkette bestand – sich bei gegnerischen Ballbesitz aber in eine Fünfer-Kette verwandelte. Und damit hatte der Gastgeber seine Probleme. Essen spielte zwar stark auf und kombinierte sich immer wieder bis an die Strafraumgrenze, doch dann gab es kaum ein Durchkommen durch die vielbeinige Abwehr. Einzig ein Distanzschuss in der 28. Minute zwang Torfrau Anne Gehring zu einer Glanzparade. Kurz vor dem Halbzeitpfiff führte dann ein strittige Szene zum Unmut der Germania. Ein langer Ball der Essenerinnen erreicht Stürmerin Hanna Hamdi, der Schiedsrichterassistent erkennt eine klare Abseitsstellung und hebt rechtzeitig die Fahne, doch der Schiedsrichter revidiert die Entscheidung seines Linienrichters und lässt das Spiel weiterlaufen. Hamdi nutz die Gelegenheit und schiebt zum 1:0 für die Gastgeberinnen ein. Danach war sofort Halbzeit. „Auf dem Weg in die Kabine hat mir der Schiedsrichter erklärt, das er bei der Abseitsstellung eine andere Wahrnehmung als sein Assistent hatte und somit nicht abgepfiffen hat.“ erklärt Spanier sein Gespräch mit dem Unparteiischen.

Und so kam Hauenhorst dann auch mit etwas Wut im Bauch aus der Kabine zur zweiten Halbzeit. Die startete ganz im Sinne des Übungsleiters, denn in der 52. Minute setzte sich Stürmerin Nicole Schampera gegen zwei Gegenspielerinnen durch und vollendete zum 1:1 Ausgleich. Hauenhorst spielte nun viel konzentrierter und engagierter als noch im ersten Durchgang, doch in der 69. Minute ging die SG Essen Schönebeck erneut in Führung. Ein 16m Schuss von Vanessa Kniszewski wurde wie beim Billard abgefälscht und trudelte zum 2:1 für Essen ins Tor. Doch Hauenhorst gab nicht auf und erzielte in der 80. Minute durch Lena Wermelt den Ausgleich. „Auch wenn es eine Standardsituation war, ist es für mich das Tor des Tages gewesen“ sagt Trainer Ralf Spanier zum Treffer seiner erfahrensten Spielerin. Vorab gab es ca. 20m vor dem Essener Tor ein Foulspiel. Wermelt legt sich den Ball zurecht und nimmt Anlauf. Doch statt eines gewaltigen Schusses, schlenzt die ehemalige Bundesligaspielerin die Kugel flach an der Mauer vorbei ins unteres Eck zum vielumjubelten Ausgleich. Ganz knapp wurde es für die Germania dann noch einmal in der Nachspielzeit, als ein Freistoß für Essen durch Torfrau Anne Gehring mit den Fingerspitzen über die Latte gelenkt wurde. Am Ende bleib es dann beim 2:2 Unentschieden, welches für den Coach dann auch verdient war. „Essen war uns technisch und spielerisch deutlich überlegen, wusste daraus aber kein Kapital zu schlagen. Wir haben taktisch diszipliniert und mit einem hohen kämpferischen Einsatz gespielt und sind dafür belohnt worden.“