(JB) 1. Herren siegt hochverdient beim Titelaspiranten SV Burgsteinfurt

Nach dem letzten Heimsieg wollte die Elf Trainer Markus Heckmann die gute Form bestätigen und die nächsten drei Punkte einfahren. Gegner am vergangen Sonntag war kein geringer als der SV Burgsteinfurt, den man vor Saisonbeginn als Titelanwärter bezeichnet hatte. Keine einfache Aufgabe für die Germanen, die allerdings eine top Mannschaftsleistung auf dem Kunstrasen in Burgsteinfurt ablieferten und so den verdienten 3:0 Erfolg eintüte konnten. Schon vom Anpfiff an waren die Hauenhorster griffiger und gewannen nahezu jeden Zweikampf. Schon nach nicht mal zehn gespielten Minuten hatte Sven Mersch nach Vorlage von Andreas Heckmann die dicke Chance auf 1:0 für die Germanen zu stellen, doch sein Schuss wurde vom Burgsteinfurter Torhüter pariert. Im Anschluss erarbeitete sich die Germania weitere Chancen. In der 23 Minute gab es dann Freistoß für Hauenhorst aus gut 20 Metern. Jan-Hendrik Koers nahm Maß und überwand Torhüter Kapke mit einem strammen Flachschuss ins Torwarteck zum 0:1. Kaum stand es 1:0 für die Germania, fiel direkt das 2:0. Direkt nach Wiederanstoß eroberten die Germanen den Ball auf der rechten Seite, wo Yannik Willers dann wiedermal mit seinen Tempodribblings den Gegenspielern keine Chance ließ den Ball zu erobern. So zog Willers von der rechten Seite ins Zentrum und schloß auf Strafraumhöhe mit seinem eigentlichen schwächeren linken Fuß ins lange ab und ließ Kapke wieder keine Chance. Das 2:0 für die Germania, was zu dem Zeitpunkt vollkommen verdient war. Nach dem Doppelschlag machte Hauenhorst aber weiter Druck und ließ nicht locker. So hatte Willers eigentlich die Chance auf 3:0 für die Germania zu stellen. Eigentlich, denn als Willers schon am letzten SVB- Verteidiger vorbei war, blieb diesem keine Wahl außer Willers mit unfairen Mitteln aufzuhalten. Max Moor holte den heute im Zentrum agierenden Willers von den Füßen und bekam im Anschluss von Schiedsrichter Marc Berg die rote Karte. Hauenhorst hatte die Partie voll im Griff und ließ bis zur Halbzeit nichts mehr anbrennen. Torhüter Dominik Wierling, der den verletzten Jan Westhoff vertritt, hatte bis dahin einen ruhigen Sonntagmittag. Dem Heimteam von Chritoph Klein-Resing, welcher urlaubsbedingt am Seitenrand fehlte, hatte keine Chance gegen die Hauenhorster Hintermannschaft und so ging es mit einem verdienten 2:0 für die Germania in die Pause.

Nach der Pause nahmen sich die Germanen vor, keinen Meter weniger zu laufen als vorher. Die Worte nahm sich jeder Spieler zu herzen und kämpfe für jeden mit. Burgsteinfurt probierte aber nach der Halbzeit nochmal alles und erhöhte den Druck. In dieser Phase zeigte Dominik Wierling seine ganze Klasse und hielt die Germanen mit zwei Glanzparaden im Spiel. Nach einer Ecke reagierte der Schlussman sehr schnell und verhinderte das 1:2. Nur kurze Zeit später parierte er dann gegen den Toptorjäger der Liga, Alexander Hollermann im 1-vs-1 Duell überragend. Hauenhorst überstand die Drangphase des Heimteams und kam selber wieder zu Chancen. So entwickelten sich Chancen für Jens Bäumer und Yannik Willers das Spiel endgültig zu entscheiden.
Beide verpassten es allerdings und so war die Partie weiter offen. Zehn Minuten vor Ende der Partie wurde Yannick Beermann dann per Foulspiel von Phillip Brüggemeyer im Strafraum gefällt. Schiedsrichter Berg entschied auf Elfmeter für die Germanen. Und wie man es nicht anders kennt verwandelte Michael Heckmann zum 3:0 für Hauenhorst. Viele war klar, das das Spiel nun gelaufen war und die Germania das Spiel nun gewinnen wird. Kurz vor Ende kam es dann aber nochmals zu unschönen Szenen. Der kurz zuvor eingewechselte Lars Bode holte Sven Mersch sehr rüde von den Beinen. Schiedsrichter Berg blieb gar keine andere Wahl als die rote Karte zu zeigen. Jeder beteiligte war sich da einer Meinung, das Rot da die einzig richtige Entscheidung war. Sven Mersch ließ durchblicken, das Lars Bode ihm seine Aktion schon wohl vor Beginn der Partie ankündigte. Mit Fair-Play hatte dies nichts mehr zu tun. Die SVB-Beteiligten entschuldigten sich im Anschluss auch bei Mersch, Bode selber nicht.

Unterm Strich steht ein völlig verdienter 3:0 Auswärtssieg für die Germania da, der in keiner Zeit der Partie ansatzweise gefährdet war. Markus Heckmann lobte nach der Partie das komplette Team und besonders SVG-Torhüter Wierling, der einen bomben Tag erwischte. Für die Germania heißt es nun nicht nachlassen und auf das nächste Heimspiel gegen Wolbeck vorbereiten, wo die nächsten drei Punkte im heimischen Waldparkstadion eingefahren werden sollen.