Die Ostern Spiele der 1. Frauenmannschaft

Hoch und Tief oder auch Freud und Leid – so sah die Gefühlwelt der Regionalligafußballerinnen am Osterwochenende in Hauenhorst aus. Innerhalb von 48 Stunden traf die Mannschaft von Trainer Ralf Spanier im heimischen Waldparkstadion auf Borussia Bocholt und auf den GSV Moers. Beides Mannschaften die über den Kampf ins Spiel kommen und damit mehr als unangenehm zu spielen sind.

Los ging es am Samstagnachmittag gegen den Tabellenzweiten aus Bocholt. Bereits nach drei Minuten tauchte Nicole Schampera im gegnerischen Strafraum auf, doch ihr Schuss aus kurzer Distanz wurde zur Ecke geklärt. Bocholt machte es nur kurze Zeit später besser. In der 7. Minute umkurvte Helena Sangs, nach einer Unachtsamkeit der Germanen Defensive, Torfrau Anne Gehring und schob zum 1:0 für die Gäste ein. Hauenhorst musste den Rückstand zunächst verdauen, spielte dann aber weiter mutig nach vorne. In der 16. Minute kam Alissa Schöler, nach einer maßgeschneiderten Flanke von Elisa Gude, frei zum Kopfball und es stand 1:1. Kurz vor der Halbzeit wurde es nochmal brenzlig für die Germania. Friederike Böggering nahm Maß und der Ball knallte in der 45. Minute gegen die Latte.

Danach war Pause und nach dem Wechsel war es zunächst Hauenhorst, die Druck auf die Bocholter Defensive ausübten. In der 51. Minute war es Nicole Schampera, die entgegen ihrem Torinstinkt den Ball im Strafraum nicht selber einnetzte, sondern sich für einen Rückpass entschied. Nur fünf Minuten später was eine fast identische Szene. Wieder kam Schampera im Strafraum zum Abschluss, doch die Torfrau konnte klären. Hektisch wurde es nach knapp einer Stunde. Erneut konnte Nicole Schampera der Bocholter Abwehr auf und davon laufen, doch kurz vor dem Strafraum wurde sie von der gegnerischen Torfrau unsanft von den Beinen geholt. Rote Karte für Bocholt und nur Freistoß für die Germania. Dieser ging über das Tor. Kurios auch eine Szene kurz vor dem Ende. Nach einem Zweikampf am Hauenhorster Strafraum, fiel die gegnerische Stürmerin in den 16m Raum und erst nach Rücksprache mit dem Linienrichter entschied der Schiedsrichter auf Foulelfmeter. Friederike Böggering lies sich die Chance nicht nehmen und erzielte den 2:1 Siegtreffer für die Gäste vom Niederrhein. Trainer Ralf Spanier war dann am Ende auch enttäuscht was das Ergebnis betrifft, nicht aber mit dem Auftreten seiner Mannschaft. „Die Mannschaft hat gezeigt das sie kämpfen kann, hat aber die 4-5 klaren Torchancen nicht genutzt. Die Niederlage war in meinen Augen nicht nur bitter, sondern auch unnötig. Hier haben wir wichtige Punkte verschenkt.“

Besser sollte es für die Germania aber am Ostermontag laufen. Mit dem GSV Moers kam erneut eine kämpferische Mannschaft ins Waldparkstadion, doch hier präsentierte sich das Team von Ralf Spanier enorm konzentriert und auch spielstark. Der Trainer rotierte in der Startelf und brachte mit Lena Wermelt, Lisa Schimpke und Lena Arentz drei frische Kräfte ins Spiel, die am Samstag keinen Einsatz hatte. Der abstiegsgefährdete Gast aus Moers begann verhalten und so war es Lena Wermelt die bereits in der ersten Spielminute nur den Pfosten traf.  Hauenhorst war hellwach im Spiel, machte Druck und in der 4. Minute traf Nicole Schampera aus kurzer Distanz ins Moerser Tor, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. In der 27. Minute kam erneut Torjägerin Nicole Schampera frei zum Kopfball, doch Torfrau Lisa Mölders konnte parieren. Nur drei Minuten später musste sie sich allerdings geschlagen geben. Nach einem schönen Spielzug über Lena Arentz und Alissa Schöler traf Kim Wolters zur verdienten 1:0 Führung für Hauenhorst. Nur sechs Minuten später war es erneut Wolters die frei vor dem Moerser Tor auftauchte, doch ihr Schuss landete in den Armen von Lisa Mölders. Der Germania Motor lief auf Hochtouren und in der 39. Minute traf Lena Wermelt mit einem satten Schuss aus 18m zur 2:0 Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte die Germania schon wieder den Torjubel auf den Lippen, doch den Schuss von Nicole Schampera aus 5m Entfernung kratzte eine Abwehrspielerin noch von der Linie.

Nach dem Seitenwechsel machte Hauenhorst da weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatte. Mit Druck und Tempo ging es auf das Tor der Gäste. In der 56. Minute schickte Alissa Schöler mit einem Pass durch die Schnittstelle Anna Höfker auf die Reise und ihre maßgeschneiderte Flanke köpfte Nicole Schampera zum 3:0 ins Tor. Doch wer dachte das wäre es gewesen, hatte die Rechnung ohne Moers gemacht. Die Gäste vom Niederrhein gaben sich nicht auf und setzten alles auf eine Karte. In der 62. Minute erzielte Nadine Spitaler nach einem Absprachefehler in der Germanen Defensive den 1:3 Anschlusstreffer. Und in der 81.Minute fiel sogar noch das 2:3 durch Jessica Roth. Hauenhorst machte nun hinten dicht und brachte das knappe Ergebnis über die Spielzeit.

Riesenjubel nach dem Abpfiff über die 3 Punkte, die auch für Trainer Ralf Spanier mehr als verdient waren. „Wir waren spielerisch das klar bessere Team und hätten nur nach der Anzahl der Torchancen mit mindestens 3-4 Toren Unterschied gewinnen müssen. Aber das ist mir jetzt nach Spielende auch egal, denn da fragt morgen keiner mehr nach. Nur die Punkte zählen und die waren heute mit Blick auf die Tabelle Gold wert.“