Bayer 04 Leverkusen U 23 vs 1. Frauenmannschaft 1 : 2

Werwolf oder Werkself?

Hinweis: Das Foto stammt von der Facebook Seite von Bayer 04 Leverkusen Frauenfussball

( LG ) Einen weiteren wichtigen Sieg konnten die Schützlinge von Germanentrainerin Anja Siegers am gestrigen Sonntag gegen den direkten Tabellennachbarn aus Leverkusen einfahren und setzen sich somit aus der abstiegsbedrohten Zone ab.

Es war das erwartet schwere Spiel, Leverkusen machte von Beginn an Druck, spielte passsicher und komibinierte schön. Germania fand nicht ins Spiel, war sichtlich nervös und kam mit dem kurzen Kunstrasenplatz und der einfallenden Sonne überhaupt nicht klar. “In den ersten Minuten des Spiels haben wir einfach geschlafen. Wir konnten zu dem Zeitpunkt froh sein, dass wir uns nicht schon drei Tore gefangen haben”, war Siegers sichtlich angefressen von der Leistung ihrer Elf. Im Übrigen berief sich Siegers aus das alte Sprichwort “Never change a winning team” und ließ exakt die selbe Elf spielen, die am vergangenen Wochenende den Dreier gegen Duisburg klar machte.
Erst zum Ende der ersten Halbzeit kamen die Germaninnen besser in Fahrt. Lena Gosewinkel wurde gefoult, ihre Schwester Marie zirkelte den Ball aus aussichtsreicher Position ins Tor. “Das 1:0 war keinsfalls verdient. Das war der erste Schuss, den wir überhaupt auf das gegnerische Gehäuse abgefeuert haben”, so Co-Trainerin Willmann. Kurz danach wurde eine Gegenspielerin gefoult, sodass es den berechtigten Strafstoß gegen die Germania gab. Andrea Brümmer – die im Übrigen eine starke Partie machte – konnte den ersten Ball noch abwehren, beim Nachschuss war sie allerdings machtlos – 1:1.
In der Halbzeit muss Siegers die richtigen Worte gefunden haben. Ihre Mannschaft kam hellwach aus der Kabine, war fortan das bessere Team und erarbeitete sich immer wieder Chancen, die aber letzendlich im Keim erstickten. Gut, dass man mit Nici Schampera eine überragende Stürmerin in den Reihen hat, die durch ihre individuelle Qualität das Spiel letzendlich entschieden hat. Sie nahm sich ein Herz und dribbelte zwei Spielerinnen aus und blieb eiskalt vor dem Tor. 2:1.
Nach dem Siegtreffer wurde der Mannschaftsbus ins Tor von Andrea Brümmer gefahren und es fand ein Spiel auf ein Tor statt. Über gut 20 Minuten zeigten die Germaninnen ihre kämpferische Seite, flogen in die Bälle und waren bissig und aggressiv, sodass die Leverkusenerinnen bis auf eine gefährliche Szene kaum vor das Tor von Brümmer kamen.
Fazit: Ein nicht ganz verdienter Sieg mit ein bisschen Glück. In diesem Spiel haben sich die Werwölfe aus Hauenhorst gegen die Dorfbewohner aus Leverkusen durchgesetzt. Reißt die Siegesserie der Germania oder kann auch der Tabellenführer aus Köln bezwingt werden? Es bleibt spannend im Düsterwald.