Bayer 04 Leverkusen II vs 1. Frauenmannschaft 0 : 0

Mit einem 0:0 Unentschieden kehrten die Frauen von Germania Hauenhorst am Sonntagabend vom Spiel bei der Bundesligareserve von Bayer Leverkusen zurück. Über den Punktgewinn freuten sich Mannschaft und Trainer besonders, denn die Voraussetzungen vor dem Spiel waren alles andere als optimal. Mit Torfrau Anne Gehring, den Defensivspezialisten Anna Höfker, Sinah Lütke-Harmölle, Frauke Lunkwitz und Lena Wermelt, sowie den Offensivkräften Isabell Scheinig und Torjägerin Nicole Schampera fehlten der Germania gleich 7 Stammspielerinnen. Kathrin Wessel, Denise Wacker und Ersatztorfrau Marie-Theres Husken kamen zudem erst am Samstagabend aus dem Skiurlaub zurück.

Vor dem Spiel musste Kapitänin Lisa Stoltmann erst getaped werden um auflaufen zu können. Tabea Schüring ging mit einer leichten Grippe ins Spiel und Lena Arentz war zwar mit vor Ort, konnte aber ebenfalls wegen einer Grippe nicht eingesetzt werden.

Und somit blieb Trainer Ralf Spanier nichts anderes übrig, als mit einer rein defensiven Ausrichtung ins Spiel zu starten. Hauenhorst stand tief und ließ Leverkusen bis zur Mittelinie agieren, danach packte das kompakte Mittelfeld zu und versuchte es mit schnellen Konterspiel. In der 31. Minute hätte dieses Vorhaben fast funktioniert, doch Christina Schimpke scheiterte an der gegnerischen Torfrau. Nur fünf Minuten später die nächste Gelegenheit für die Germania. Nach einer Flanke von Lisa Schimpke nahm Alissa Schöler den Ball aus 10m volley, doch der Schuss ging knapp neben das Tor. Leverkusen war spielerisch die bessere Mannschaft, hatte auch mehr Ballbesitz, doch im Abschluss fehlte der Werkself die nötige Konsequenz. Kurz vor der Halbzeit war es Marie-Theres Husken die ihre Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte und einen Schuss aus kurzer Distanz zur Ecke lenkte. Damit ging es mit einem O:0 in die Pause.

Nach dem Wechsel fast das gleiche Bild. Leverkusen spielte dominant und kombinierte, doch zu einem gefährlichen Abschluss kam es zunächst nicht. Richtig spannend wurde es dann in der Schlussphase. In der 80. Minute kam eine Leverkusener Spielerin nach einem Eckball frei zum Kopfball, der Ball flog genau in den Winkel, doch Husken wuchs über sich hinaus und boxte den Ball aus dem oberen Eck. Trainer Spanier war sprachlos: „Unglaublich – den Ball haben wir alle im Tor gesehen“ so der Coach. Doch das Spiel war noch nicht zu Ende. In der 83. Minute startete Christina Schimpke einen Sololauf und lief alleine auf das Leverkusener Tor zu. Kurz vor dem Strafraum wurde sie unsanft von den Beinen geholt und der Schiedsrichter zeigte die Rote Karte für Leverkusen. Den anschließenden Freistoß setzte Lara Hohm über das Tor. Aber damit noch nicht genug. In der 90. Minute war es erneut Christina Schimpke die nicht zu halten war. Sie lief ihrer Gegenspielerin auf und davon und kam im Strafraum zum Abschluss. Doch der Ball wurde von der Torfrau noch abgelenkt und damit war die große Sensation leider nicht geglückt. „Das wäre auch zu viel des guten gewesen“ meinte ein mehr als zufriedener Trainer nach dem Spiel.

Spanier lobte sein Team über alles: „Eine geschlossene Mannschaftsleistung mit viel Kampf und Laufbereitschaft, taktischer Disziplin und Marie-Theres Husken, die uns zweimal vor einem sicheren Rückstand bewahrt hat.“