Alte Herren mit erfolgreicher „Mission Titelverteidigung“

„Zwischen den Jahren“ fand die traditionelle Stadtmeisterschaft der Alten Herren (Ü 32 / Ü40) statt. Als Titelverteidiger hatte Germania auch die Organisation übernommen. Aufgrund der recht kurzfristigen Absage von FCE (sehr schade) traten fünf Teams die Reise zur Kopi-Halle an. Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen jeden“. Trainerfuchs Klemens Möller hatte schon früh das Ziel „Titelverteidigung“ ausgerufen. Sehr mutig, waren doch gerade Mesum und Amisia mit starken Teams am Start.

Apropos Start: Dieser lief für die Germanen etwas holprig. Als letztes Team ins Turnier gestartet, wartete direkt der Nachbar aus Mesum auf die Germanen um Spielertrainer Christian „Heuvi“ Heuvers. Schnell hieß es 0:1. Wenig überraschend, denn die Ordnung fehlte zunächst und der Ball wollte nicht so richtig laufen. Mit zunehmender Spieldauer kam SVG aber besser rein und erzielte durch Martin „Knitte“ Knitelius das 1:1. Die Alten Herren standen nun defensiv gut und konterten eiskalt. Andre Reinke, Marc Hille und Andre Bischoff (2) schossen schließlich einen deutlichen 5:1-Erfolg heraus, der etwas zu hoch ausfiel.

Nun wartete der SC Altenrheine. Die Germanen waren die gefälligere Mannschaft, blieben aber lange vor dem gegnerischen Tor zu inkonsequent. So brauchte es zwei Geschenke der Kanalkicker, um als Sieger vom Platz zu gehen. Zunächst bekam Marc Hille einen Ball des gegnerischen Keepers direkt in den Fuß gespielt – gedankenschnell schob er die Kugel aus zehn Metern ins leere Tor. Nach dem Ausgleich (ein Geschenk der Germanen-Defensive) nutzte Knitte eine „Nimm-Du-ihn-ich-hab-ihn-sicher“-Aktion des Gegners, um den knappen 2:1-Sieg zu sichern.

Souverän spielte SVG dann die dritte Partie gegen Grün-Weiß Rheine. Der 4:1-Sieg geriet nie in Gefahr und hätte bei konsequenter Chancenverwertung auch höher ausfallen können. Hille und dreimal Knitte trafen für Germania. Das zwischenzeitliche 3:1 von GW war nur Ergebniskosmetik.

Die Organisatoren um Germanen-Obmann Norbert Garmann hatten bei der Spielplanung ein glückliches Händchen bewiesen, denn das letzte Spiel gegen Amisia Rheine hatte echten Endspielcharakter. Aufgrund eines Patzers im ersten Spiel gegen Altenrheine (1:1) musste Amisia gewinnen, um den Pott zu holen, Germania reichte ein Unentschieden. Und diese Partie sollte es in sich haben und einen würdigen Abschluss des Turniers darstellen: Beide Teams spielten zunächst sehr abwartend, wohl wissend, dass die zwölf Minuten sehr lang werden können. Einen Konter konnte Andre Reinke schließlich zum 1:0 verwerten. Der Treffer gab aber nicht die erhoffte Sicherheit – Amisia legte vielmehr einen Gang zu und ging durch einen Doppelschlag mit 2:1 in Führung.
Fünf Minuten vor Schluss war Amisia somit Stadtmeister!

Nun schlug die Stunde von Spielertrainer Heuvi, der Germania fast im Alleingang zum Stadtmeister schoss. Zunächst tankte er sich unnachahmlich durch die gesamte Amisen-Abwehr und schob überlegt zum 2:2 ein. Stand drei Minuten vor Schluss: Germania ist Stadtmeister. Wütende Angriffe der Amisen waren die Folge, die eine Unachtsamkeit zur 3:2-Führung nutzten. Zwei Minuten vor Schluss hatte also wieder Amisia die Hand am Pott! Die schönste Aktion aber hatte sich Heuvi als Schlussakkort aufgespart: Wieder spielte er zwei Amisen aus, um den Ball anschließend aus spitzem Winkel über den Keeper in den Winkel zu chippen – ein Traumtor, das für Germania die Titelverteidigung bedeutete! Diese wurde noch bis weit nach Mitternacht ausgiebig in der Quelle gefeiert.

Ein großer Dank gilt insbesondere dem „Orga-Team hinter dem Team“, das im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgte und durch seinen Beitrag das Turnier erst möglich gemacht hat!

Folgender Kader holte den Stadtmeistertitel für Germania:

Dennis Fischer, Jacques Emmerich, Christian Lövvelt, André Bischoff, Christian Smit, Christian Heuvers, Martin Knitelius, Marc Hille, André Reinke, Pascal Kock, Ralf Wilde

Trainer: Klemens Möller und Christian Heuvers