2. Damen mit Unentschieden in Nordwalde

Die Partie startete recht offensiv für Germania Hauenhorst, die hoch motiviert aus der Kabine kam und früh den Gegner attackierte. Der Offensivdrang der Germania verleitete Nordwalde immer wieder zu individuellen Fehlern im eigenen Strafraum. So gab es für die Mannschaft um Hege/Bethge mehrere aussichtsreiche Chancen in der Anfangsphase um in Führung zu gehen, jedoch hatte die stark aufspielende Torhüterin von Nordwalde etwas dagegen.

Während Hauenhorst  also mit dem Schusspech, dem Können der Torhüterin im Tor von Nordwalde und fehlender Kaltschnäuzigkeit  haderte, verzeichnete der Gastgeber in dieser Phase nur einen Versuch. Eine kleine Unachtsamkeit ermöglichte es, unsere Abwehrreihe zu überspielen. Michelle Pruß war gezwungen aus dem Tor heraus zu kommen, den ersten Torschuss konnte sie parieren, jedoch viel der Ball im Nachsetzten vor dem Fuß der Gegnerin die völlig unverdient Nordwalde in Führung schoss. (37. Anna Maria Spieker)

Das schien der Germania etwas die Lust am Spiel zu nehmen, oder aber den Gästen zusätzliche Motivation zu verleihen, jedenfalls übernahm Nordwalde  für kurze Zeit die Spielhoheit und kam erneut zu einer aussichtsreichen Abschlusspositionen. Doch Sie konnten  die Chancen zum Glück nicht nutzen, obwohl unsere Keeperin ausgeschaltet wurde. Anja Kamphues klärte den Ball auf der Linie.

Genau zur richtigen Zeit landete wenig später eine ordentlich und schnell vorgetragene Kombination von Sophie Busmann und Karolin Theele seitens der Germania  schließlich im Strafraum bei Nadine Rottwinkel ,die den Ball gefühlvoll herunternahm und  zum Ausgleich schoss. (43.)   So ging es zur Halbzeit mit einem 1:1 in die Kabine.

Die Germania startete die zweite Halbzeit motiviert. Sie kamen erneut besser aus der Kabine und es ergab sich ein ähnliches Bild  auf  wie in den ersten 45 Minuten. Hauenhorst hatte häufig Überzahl und kam über die Außenspielerinnen gefährlich nach vorne, jedoch  blieben die Versuche ohne Erfolg. Trotzdem wurde Germania immer  aktiver, stand außerdem in der Defensive besser. Nach Vorne kamen jedoch die letzten Bälle zu ungenau bzw man rauschte knapp am Ball vorbei.

Die Zeit rannte den Germanen davon, um das Spiel für sich zu entscheiden. Auch Nordwalde gab sich nicht mit einem Unentschieden zufrieden und warf alles in die Waagschale, um es Hauenhorst schwieriger zu machen. So wurde das Spiel um Minute zu Minute giftiger. Zahlreiche Foulspiele unterbrachen nun den Spielfluss.

Erst war es Lara Grenplinski, die außerhalb des 16ers mit der Torhüterin zusammenprallte, was als Stürmerfoul gewertet wurde. Dann war es Nadine Rottwinkel, die während eines Konters von den Beinen geholt wurde. Der Schiedsrichter entschied auf Vorteil. Vermutlich hätte Germania aus einem Freistoß mehr rausgeholt. 

Der Aufreger des Spieltages trug sich dann kurz vor dem Abpfiff zu. Die Nordwalde-Torhüterin ließ nach einem Torschuss den Ball wieder fallen.  Nadine Rottwinkel nahm sich den Ball und ehe sie abschließen konnte, schmiss sich die Torhüterin um die Beine von Nadine und legte sie zu Boden.  Der Schiri hatte die Situation nicht gesehen und ließ weiterlaufen. Dies war auch die letzte nennenswerte Szene.

Auch wenn die Szene viele Diskussionen hervorrief: Das Unentschieden an einem fehlenden Pfiff festzumachen, wäre nicht richtig. Hauenhorst hätte vielmehr die dicken Chancen in der ersten Halbzeit besser nutzen müssen.

Positives Fazit: Von Spielbeginn an zeigte Germania Hauenhorst Sieges- und Kampfwillen. In allen Mannschaftsteilen war der Einsatz in Nordwalde mehr als zufriedenstellend.