1. Herrenmannschaft vs SC Greven 09 3 : 1

( YB ) Es hatte sich angedeutet. Nach einer starken ersten Hälfte gegen Neuenkirchen und zwei guten Trainingswochen, konnte sich der SVG endlich belohnen. Zuhause zeigte man eine ansehnliche Partie und konnte den ambitionierten Gegner vom SC Greven 09 mit 3:1 (2:1) bezwingen.

Zu Beginn der Partie hatte die Germania noch einige Probleme. Doch spätestens nach einer Viertelstunde hatte man sich auf den Gegner eingestellt und das Spiel weitestgehend im Griff. Lukas Boolke und Karsten Wessel tauschten die Positionen. Von nun an verriegelte Wessel die defensive linke Seite. Lukas Boolke zeigte, dass er sich offensiv wohler fühlt, hatte viele gute Aktionen im Spiel nach Vorne und bestätigte seine starken Trainingsleistungen. Ole Liemann und Yannik Willers waren in vorderster Front sehr beweglich, immer anspielbereit und agierten auch gut gegen den Ball.

So auch in der 29. Minute. Der Grevener Innenverteidiger suchte vergeblich eine Anspielstation und spielte schließlich einen langen Ball. Diesen konnte Yannick Beermann kurz vor der Mittellinie abfangen und Christian Ebbeler in Szene setzen. Ebbelers Schuss konnte vom Torhüter pariert werden und der Ball landete wieder bei Beermann. In diesem Moment entwickelte sich der 17. September zum Feiertag. Technisch anspruchsvoll legte der Zehner sich den Ball mit dem ersten Kontakt am Gegenspieler vorbei und zimmerte den Ball mit dem zweiten Kontakt aus knappen 20 Metern unhaltbar in den Giebel.

In den berühmt berüchtigten Gazetten des Landes wird Yannick Beermann schon in einem Atemzug mit den Distanzschuss-Experten Steven Gerrard, Roberto Carlos oder David Beckham genannt. Völlig zu Recht, wie wir in der Redaktion finden.

Beermann bleibt aber Bescheiden: „Eine große Überraschung ist das Tor für mich nicht. Ich weiß, was mein rechter Fuß leisten kann.“ Dazu murmelte er noch einige Phrasen ins Mikrofon a la „das wichtigste ist das wir das Spiel gewonnen haben“ und „das Team hat mir die nötige Unterstützung gegeben“. Auch den Weg nach Köln zu Matthias Opdenhövel würde der aktuell beste Torjäger der Germania antreten, um sich in den Sportschau-Studios die Medaille für das Tor des Jahres abzuholen.

Zurück zum Spiel: der frenetische Jubel der zahlreichen Zuschauer im Waldparkstadion war noch nicht ganz abgeklungen, da egalisierten die Gäste den Geniestreich. Torhüter Lukas Flothmann klärte einen Ball durch die Mitte und bekam diesen wie einen Boomerang zurück. Zuerst konnte „Flöthe“ noch glänzend parieren, doch gegen den Nachschuss war er machtlos. 1:1. Kurz darauf riskierte Lars Tasche Kopf und Kragen und rettete seine Mannen mit einem überragenden Tackling vor einem Rückstand.

Wichtig, dass Yannik Willers noch vor der Pause zur erneuten Führung für den SVG traf. Wieselflink umkurvte er die Grevener-Defensive im Strafraum und tänzelte einen weiteren Gegenspieler auf der Grundlinie aus, von wo er zur erneuten Führung und außerdem zum Pausenstand traf.

In der zweiten Hälfte agierte Hauenhorst weiter stark im Kollektiv. Greven spielte viele lange Bälle, aber die Germania war immer mit 2,3 Leuten in Ballnähe und unterstützte sich in jeder Aktion. So bleibt noch zu erwähnen, dass der eingewechselte Noah Küßner, der noch A-Jugend spielen könnte, mit seinem ersten Ballkontakt zum erlösenden 3:1 traf. Eine Ecke der Grevener fand über Walter Sitnikow und Karsten Wessel den Weg in die Spitze, wo Küßner den Torwart tunnelte. An seinem Torjubel könnte der Jungspund allerdings noch arbeiten…

Alles in allem ein gelungener Sonntag im Waldparkstadion. Der SVG bot spielerisch ansehnliche Kombinationen, arbeitete defensiv gut gegen den Ball und trat als Einheit auf. Die Spieler auf dem Platz spürten auch die Unterstützung der Kollegen auf der Bank, die gewonnene Zweikämpfe wie Tore feierten und ihre Mitspieler unterstützten. So muss es sein.