1. Herren zu naiv

Am 8. Spieltag der Bezirksliga 12 wollte Germania Hauenhorst im Spiel gegen den SC Hörstel unbedingt 3 Punkte im Waldparkstadion behalten. Es kam leider anders…

Hauenhorst spielte offener als sonst und agierte mit einer Doppelspitze Bezgincan/Mersch. In den Anfangsminuten waren die Hausherren auch deutlich aktiver als der SC Hörstel, der mit langen Bällen die starken Offensivspieler Christian Biermann und Fabian Muthulingam suchte. Oft fehlte beim SVG der letzte Pass. Im letzten Drittel wurden viele falsche Entscheidungen getroffen und somit gute Chancen liegen gelassen.

In der 12. Minute klärte Yannick Beermann einen Freistoß dann unglücklich per Kopf direkt vor die Füße von Christian Biermann, der trocken zum 1:0 abschloss.

Hauenhorst schüttelte sich kurz und kam nach einer guten Ecke von Daniel Albers durch einen Kopfball von Munzur Bezgincan zum 1:1 Ausgleich. Der Ausgleich war nicht unverdient und die in schwarz gekleidete Germania wollte das Spiel nun unbedingt komplett drehen. Jedoch waren es die Gäste, die erneut in Führung gingen. Ein SVG-Abschlag landete direkt auf dem Fuß von Matthias Biermann, der den Ball zu allem Überfluss aus gut 25-30 Metern im Tor unterbrachte. 2:1. Halbzeitstand.

Für die zweiten 45 Minuten war aber noch alles drin. Der SC Hörstel stellte eine keineswegs unüberwindbare Defensive, Hauenhorst schaffte es allerdings nicht, sich klare Torchancen zu erspielen und auf der anderen Seite waren die Gäste eiskalt im Abschluss. Ein vermeidbarer Freistoß wurde in den Rückraum gespielt. Spieler Nummer 1 verpasst, Hauenhorst schläft, Spieler Nummer 2 trifft den Ball perfekt und dieser schlägt unhaltbar für Jan Westhoff zum 3:1 im oberen rechten Toreck ein.

Es kam noch schlimmer: Nach einem Ballverlust war Hauenhorst nicht geordnet, konnte den Angriff nicht stoppen und wieder schlug der Ball aus 20-23 Metern im Winkel ein. 4:1. Es folgte das 5:1. Kurz vor Schluss verkürzte Yannick Beermann nach Kesluhoglu Ecke zwar noch auf 5:2, doch dafür wurde wohl das Wort „Ergebniskosmetik“ erfunden. Zu allem Überfluss holte Munzur Bezgincan sich noch eine gelb-rote Karte ab und fehlt damit im nächsten Meisterschaftsspiel.

Die Germania war zurecht niedergeschlagen und enttäuscht. Man konnte nicht umsetzen was man sich vorgenommen hatte und verlor das Spiel völlig verdient. 17 Gegentore bei 4 Niederlagen (4,25 Gegentore im Schnitt) sprechen eine klare Sprache. Dagegen waren es bei den drei Siegen und dem unglücklichen Unentschieden in der letzten Minute gegen Ibbenbüren nur 4 Gegentore in 4 Spielen (1 Gegentor im Schnitt). Hier gilt es anzusetzen und wieder kompakter aufzutreten, um sich so die Sicherheit zu holen in den richtigen Zonen und Phasen ansehnlichen Fußball zu spielen.