1. Frauen : 1. FC Köln II – Nachbericht

Es war ein ganz bitterer Sonntag für die Regionalliga Frauen von Germania Hauenhorst. Mit 1:7 (1:3) verlor die SVG klar gegen die Bundesligareserve des 1.FC Köln und zusätzlich auch noch Torfrau Anne Gehring mit einer Roten Karte in der 38.Spielminute. Der Schock saß tief nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Alexander Wensing, doch Germanias Frauen reagierten sofort. Unmittelbar nach Spielende schlossen sich Mannschaft plus Trainer- und Betreuerteam in der Kabine ein und das Ergebnis dieser kleinen Mannschaftssitzung verkündete Trainer Ralf Spanier wie folgt: „Die Mannschaft glaubt an sich, die Mannschaft fühlt sich auch weiterhin stark. Die Mannschaft zeigte und hat auch weiterhin Charakter.“

Die Zuschauer im Waldparkstadion bekamen ein kurioses Spiel zu sehen. Hauenhorst spielte frech auf und hatte schon nach 4 Minuten die Chance zum 1:0, doch Christina Schimpke vergab überhastet. Fast im Gegenzug musste Torfrau Anne Gehring ihr ganzes Können zeigen, als sie zweimal klare Chancen der Kölnerinnen klären konnte. Köln machte Druck und hatte damit auch Erfolg. Mit einem Doppelschlag in der 15. Und 16.min ging der FC mit 0:2 in Führung – profitierte dabei aber auch von individuellen Fehlern der Germania. Doch Hauenhorst ließ sich dadurch nicht beeindrucken. In der 28min erzielte Christina Schimpke nach einem schönen Alleingang den 1:2 Anschlusstreffer.  Nun machte Hauenhorst Druck und zwang die Kölnerinnen in die Defensive. Und genau aus so einer Situation fiel das 1:3. Nach einem Ballverlust vor dem Kölner Tor, schaltete der FC schnell um und erzielte nach einem Konter wieder einen 2 Tore Vorsprung.

In der 38min dann Aufregung auf und neben dem Platz. Nach einem langen Ball musste Torfrau Anne Gehring den Ball vor einer gegnerischen Stürmerin klären. Gehring nahm den Ball mit der Hand auf, doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Handspiel außerhalb des Strafraums. Freistoß für Köln und Rote Karte für Gehring. Das kuriose dabei: Gehring war sich sicher, den Ball innerhalb des Strafraums aufgenommen zu haben, doch die Markierungslinien waren aufgrund des starken Regens kaum noch zu sehen. Der Schieds- bzw. Linienrichter muss es wohl besser gesehen haben und so gab es für die Entscheidung kein wenn und auch kein aber. Für Gehring musste Betreuerin und Ersatztorfrau Anja Müller zwischen die Pfosten. Aufregung auch nochmal in der 42min als Christina Schimpke aus kurzer Distanz volley aufs Tor schoss, doch eine Kölnerin konnte den Ball noch von der Torlinie kratzen.

Nach der Halbzeitpause kam Hauenhorst mit viel Druck aus der Kabine und erneut war es Christina Schimpke die in der 51min mit einem Heber die gegnerische Torfrau überwand. Doch auch in dieser Situation klärte eine Kölnerin den Ball direkt auf der Torlinie. In der 53min dann das 1:4. Ein Freistoß aus 18m schlug unhaltbar für Anja Müller unter der Latte ein. Das 1:5 in der 56min ließ dann den Willen der Germania brechen. Zwar wehrte sich das Team mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage, doch mit einer Spielerin weniger auf dem Feld, fehlte am Ende dann doch die Kraft um die letzten beiden Gegentore zu verhindern.

Am Ende bleibt für das Trainerteam Spanier/ Scheinig die Tatsache, dass sich die Mannschaft nie aufgegeben hat und selbst in Unterzahl und Rückstand dem Gegner Paroli geboten hat und sich dabei noch Chancen erspielte um das Ergebnis zu korrigieren. „Wir können uns da nur raus kämpfen. Das hat die Mannschaft heute mit Leidenschaft versucht, aber dann fehlte auch das Glück“ so das Resümee von Trainer Ralf Spanie