Damen I vs. Herforder SV Bor. Friedenstal II 7:0

LG – Einen ungefährdeten Heimsieg sahen die knapp 100 Zuschauer zur ungewöhnlichen Zeit am Freitagabend im Waldparkstadion. Die Gäste aus Herford baten um Spielverlegung, welcher die Germaninnen sofort zustimmten. Somit hieß es für die Elf von Siegers: Flutlichtspiel. Mit voller Besetzung (lediglich Sarah Schillinger und die Langzeitverletzten fehlten) hatte die Trainerin die Qual der Wahl.

Von Anfang an dominierten die Gastgeberinnen die Partie. Die Marschroute Angriff setzten sie perfekt um und gingen in der neunten Minute durch Kim Wolters folgerichtig in Führung. Auf der Außenbahn blockte Lena Gosewinkel eine Spielerin und Wolters hatte Platz, um einen Haken zu schlagen und in gewohnter „Robbenmanier“ den Ball über die Torhüterin zu katapultieren. Wolters war es auch, die sich vor allem in der ersten Halbzeit ein Extrasternchen verdiente. Sie marschierte die Linie rauf und runter und machte das 2:0 perfekt. Ein Ball von Melanie Reinhold erlief sie und schob eiskalt ein (17.Minute).

Das 3:0 fiel kurz nach der Pause, als sich Stella Ewering auf der Außenbahn gut durchsetze und eine Flanke haargenau auf den Fuß von Torjägerin Schampera brachte, die nur noch einschieben musste (46.Minute). Eine der Stärken der neuformierten Germania ist, dass sie flexibler vor dem Tor geworden sind. Das zeigt auch die Tatsache, dass Innenverteidigerin Marie Gosewinkel 2 Tore innerhalb von nur knapp 15 Minuten erzielte. Beide Tore entstanden durch einen Standard. Nicole Schampera krönte ihre gute Leistung mit zwei weiteren Treffern, die schlussendlich für den 7:0 Endstand sorgten (77./88.).

Den einzigen Kritikpunkt, den Anja Siegers an diesem Tag hatte war der Spielaufbau, der noch nicht ganz ihren Vorstellungen entspricht: „Wir müssen noch mehr Ruhe am Ball haben, ihn zirkulieren lassen und den richtigen Moment abwarten. Wir agieren teilweise noch mit langen Pässen, die zu ungenau sind“, fand die ehrgeizige Trainerin etwas, was noch zu verbessern ist.

Fazit des Spiels: Leistungssteigerung auf allen Positionen. Langsam aber sicher greifen die einzelnen Mannschaftsteile und das Team wird zu einer kompletten Einheit. Aber schon am Sonntag geht es weiter gegen den VFL Bochum 2, der nicht zu unterschätzen ist.