Damen I – SV Ottbergen-Bruchhausen 6:0

( LG ) – Die Germaninnen konnten ihr Heimspiel am heutigen Sonntag klar mit 6:0 für sich entscheiden und bleiben damit auf Aufstiegskurs.

39 Treffer aus nunmehr 8 Spielen sprechen eine klare Sprache. Hauenhorst stellt sowohl die beste Offensive, als auch die beste Defensive (6 Tore/8 Spiele) der Liga. 39 Treffer, da war doch was? Noch vor acht Spieltagen wurde Nicole Schampera, Torjägerin der Germania beim Auftaktspiel gegen Arminia Ibbenbüren für ihre unglaubliche Quote in der letzten Saison geehrt. Diese Marke knackte das Team um Trainerin Siegers bereits am achten Spieltag und ist nun alleiniger Tabellenführer. „Da möchten wir auch bis zum Ende der Spielzeit bleiben. Es ist aber noch ein langer Weg und wir müssen weiterhin hart „arbeiten“, um unser großes Ziel zu erreichen“, sieht die aus Gronau stammende Trainerin in die Zukunft.

2015-10-04 Szene SVG-OttbergenJetzt aber zur Partie: Manche würden es als Traumstart beschreiben, manche einfach als eiskalte Torausbeute. Eine Ecke von Zwillingsschwester Lena verwandelte Innenverteidigerin Marie Gosewinkel gekonnt mit dem Kopf und schockte die Gäste aus Ottbergen schon zu Beginn der Partie (2.Minute). „Marie hat nicht viel geschlafen, da sie noch eine Nachtschicht bei der Polizei absolviert hatte. Sie war von der ersten Sekunde an aber fit und hat sich für ihre Mühen belohnt“ , lobt Siegers die Polizeivollzugsbeamtin.

„Ich kann meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht viel vorwerfen. Auf jeder Position waren sie hellwach und immer einen Schritt früher. Das lag aber auch an der schlechten Vorstellung der Gäste“, dämpft Siegers die Euphorie ein wenig. Lange dauerte es, bis die Offensive der Germania dann ins Rollen kam. Nicole Schampera, Melanie Reinhold und Lena Gosewinkel trafen noch vor der Halbzeit und schraubten das Ergebnis auf 4:0 hoch (32.,34.+ und 45. Minute).

In der Halbzeit nahm Siegers dann zwei Wechsel vor. Für Marie Gosewinkel kam Elisa Gude in die Partie, Lisa Schulz ersetzte eins zu eins Denise Wacker, die ihre Aufgabe an diesem Tag sehr gut machte. „Wir spielen am Dienstag schon im Kreispokal gegen Borussia Emsdetten. Eine maximale Regenerationszeit ist deswegen sehr wichtig“, weiß auch Co-Trainerin Steffi Willmann.

In der zweiten Halbzeit bot sich dasselbe Bild wie auch schon in der ersten Halbzeit. Hauenhorst bestimmte das Spiel voll und ganz, die beiden Schaltstellen Lisa Stoltmann und Melanie Reinhold setzten immer wieder Nadelstiche und spielten schön in die Schnittstellen. Einzig die Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig. Gut und gerne hätte die Germania aus Hauenhorst heute 10 Dinger machen können. So blieb es bis zum Schluss aber bei sechs Toren. Die letzten beiden schoss wiederum Lena Gosewinkel.

In der letzten halben Stunde verflachte das Spiel zunehmend und Hauenhorst schaltete einen Gang runter. „In der Phase müssen wir die Konzentration hochhalten. Das darf uns nächste Woche gegen den FFC Recklinghausen nicht passieren, sonst werden wir sicherlich sofort bestraft“, ist sich Siegers sicher, dass es am kommenden Sonntag ein ganz anderes Spiel werden wird. Denn dann wartet der Tabellenzweite aus Recklinghausen auf die Germaninnen. Mit 18 Punkten und noch einem Spiel weniger auf dem Konto sind sie der erste Verfolger der Siegerstruppe. Am heutigen Sonntag gewannen sie knapp gegen den VfL aus Bochum mit 2:3.

Bevor man sich auf Sonntag vorbereitet heißt es am Dienstag Kreispokal unter Flutlicht. Um 19:30 Uhr tritt die Mannschaft bei Borussia Emsdetten an, die zur Zeit in der Landesliga auf dem sechsten Tabellenplatz steht.

Fazit: Ein ungefährdeter Sieg. Sicherlich wartet am Sonntag eine ganz andere Aufgabe auf die Mannschaft von Anja Siegers. Ein Sieg sowohl gegen Emsdetten, als auch gegen Recklinghausen ist der Anspruch. Ob dies gelingt?