Damen I – DJK Arminia Ibbenbüren 4:3

Hauenhorst – (LG) Spannender hätte man sich den Saisonstart der Germania nicht wünschen können. 7 Tore in 90 Minuten sagen viel aus über den Unterhaltungsfaktor, der einer großen Anzahl von Zuschauern gestern im Waldparkstadion geboten wurde. Schon in der zweite Minute musste der Gastgeber aus Hauenhorst das erste mal die Luft anhalten, denn die Arminia aus Ibbenbüren legte los wie die Feuerwehr. Durch einen missglückten Abwehrversuch der Neu-Germanin Marie Gosewinkel landete der Ball direkt vor den Füßen von Stürmerin Imke Eversmeyer, die aber an Torhüterin Andrea Brümmer scheiterte (2.Minute). Das erste Ausrufezeichen setze Hauenhorst in der neunten Minute, als Torjägerin Schampera – die vor dem Spiel mit der Torjägerkanone der letzten Saison ausgezeichnet wurde – den Ball nur leicht neben den Pfosten von Stefanie Kösters setzte. In der 17. Minute nutze Ibbenbüren die Überlegenheit aus und profitierte von einem Abwehrfehler 0:1. Lena Gosewinkel brachte aber nur wenige Minuten später die Antwort, indem sie eine Flanke volley nahm und unhaltbar für die Torhüterin einschoß. Die Arminia ließ sich nicht schocken und war zu diesem Zeitpunkt das klar bessere Team. Sie nahmen die Zweikämpfe an, wussten mit ihren schnellen Flügelspielerinnen zu überzeugten und zeigten in der Abwehr eine starke Leistung. In der 24. Minute gingen sie durch Melissa Steffen folgerichtig in Führung. Ein Standard brachte Ex-Nationalspielerin Nathalie Bock in den Strafraum der Germaninnen. Diese konnten den Ball nach mehreren Versuchen nicht klären und Steffen schob eiskalt ein – 2:1.

Nach der Pause schienen die Favoriten wie von der Rolle. Ein ums andere Mal kamen die Gäste gefährlich vor das Tor von Brümmer, die aber in letzter Sekunde retten konnte. Machtlos war sie allerdings in der 50. Minute, als wiederum ein Freistoß zum zwischenzeitlichen 3:1 führte. Torschützin war diesmal Lina Helms. Spätestens jetzt wussten die Schützlinge von Anja Siegers, dass die Aufholjagd beginnen musste. Vorne weg ging Neuzugang Lena Gosewinkel, die einen abgefälschten Ball durch ein klassisches Abstaubertor in die Maschen schob (61.Minute). Getrieben vom Rückenwind der Mannschaft markierte sie auch das 3:3, welches zur Kategorie Traumtor zählt. 67 Minuten waren gespielt, als Melanie Reinhold in Strafraumnähe gefoult wurde. Den Freistoß verwandelte die aus Ibbenbüren stammende Gosewinkel direkt zum viel umjubelten Ausgleich. Mit diesem Resultat schienen die Aufstiegsfavoriten aber nicht zufrieden und setzten das Pressing fort, welches in der 88.Minute durch ein Kopfballtor von Kapitänin Mona Schmidt belohnt wurde. Fazit des Spiels: Kämpfen bis zur letzten Minute, denn geschenkt wird einem beim Fußball nichts!