MSV Duisburg II vs 1. Frauenmannschaft 0 : 3

Elfmeter in Duisburg
Fotos: privat und Facebook Seite MSV Duisburg Frauen
( LG ) – „Das war eines der besten Spiele meiner Mannschaft“
Die Duisburgerinnen wollten unbedingt die ersten drei Punkte der Saison einfahren, holten sich Verstärkung aus der ersten Mannschaft. Gleich vier Spielerinnen komplettierten den Kader, u.a. auch Sofia Nati, griechische Nationalspielerin. Völlig unbeeindruckt zeigten sich jedoch die Schützlinge von Anja Siegers. Nach dem Motto „man wächst an seinen Aufgaben“ spielten die Hauenhorsterinnen von Anfang an nur auf ein Tor. Duisburg konnte sich kaum befreien und agierte ausschließlich mit langen Bällen. „Wir standen sehr kompakt. Den Ausfall von Lena Wermelt konnten wir gut kompensieren. Jede Spielerin war heute bei 100%. Ich bin richtig stolz auf das Team“, so Siegers. Lange dauerte es nicht, bis der Ball im Kasten der Gästetorhüterin einschlug. Lena Gosewinkel schaltete am schnellsten und führte einen Freistoß auf die einlaufende Kim Wolters aus, die in die Schnittstelle passte und die Torjägerin vom Dienst, Nici Schampera, mustergültig bediente. Den Ball schoss sie dann gekonnt in die lange Ecke zum 1:0 ein (13.Minute). Nun war Duisburg völlig von der Rolle und bekam wenig Zugriff auf das Spiel. Zwei Minuten später konnte eine Abwehrspielerin nur noch per Hand im eigenen Strafraum klären, sodass Nici Schampera die zweite Chance des Spiels hatte. Auch hier blieb sie eiskalt und verwandelte den fälligen Elfmeter (15.Minute). „Heute hat man gesehen, was ein Team bewirken kann. Duisburg hat wahnsinnig gute Individualisten, aber wir waren heute einfach in der Gesamtheit das bessere Team“, so Siegers.
Nach der Halbzeit bot sich dasselbe Bild. Hauenhorst war wesentlich zwingender vorm Tor, erspielte sich immer wieder gute Möglichkeiten, die aber teilweise im Keim erstickten. „Das einzige Manko war heute unsere Torausbeute. Wir hätten hier gut und gerne auch 6:0 gewinnen können“, war Siegers mit der Chancenverwertung durchaus unzufrieden. Schampera, Rieken und Wolters vergaben aus kurzer Distanz. Bestes Beispiel für den Siegeswillen war am heutigen Tage wohl Kathrin Wessel. Die Innenverteidigerin schraubte sich bei einer Gosewinkel-Flanke am höchsten und köpfte zum 3:0 Endstand ein (60.Minute). „Sie wollte das Tor so sehr. Kathrin ist nicht die Größte, aber der Wille schießt manchmal auch Tore“, so Siegers. Nicht unerwähnt sollte die Tatsache bleiben, dass Duisburg in den 90. Minuten zwei Torchancen hatte, eine davon parierte die prächtig aufgelegte Anne Gehring hervorragend. „Anne ist 20 Jahre und spielt so, als hätte sie Erfahrung wie eine 30-Jährige. Sie zeigt die nötige Präsenz und ist wahnsinnig abgeklärt im Aufbauspiel“, lobt Siegers ihre Schlussfrau.

Fazit: Eine super Partie von allen Beteiligten. Lisa Stoltmann feierte nach langer Abstinenz ihr Comeback. Wir freuen uns, dass du wieder da bist, Captain!
Nächste Woche geht es gegen die Zweitvertretung aus Leverkusen, die man beim Turnier in Warendorf knapp mit 2:1 schlagen konnte. Genug Spannung wird es also sicherlich geben…