GW Steinbeck vs. Damen II 1 : 3

Germania-Reserve zeigt sich erneut siegreich gegen 12 Gegner

(MP) Die 2. Frauenmannschaft der Germania bestimmte die Anfangsphase und ging direkt zu Beginn mit einem Doppelpack in Front. Nach Vorarbeit von Nadine Rottwinkel setzte sich Jenny Krude im 16-Meterraum durch und verwandelte in der 7. Minute zur frühen Führung – 0:1. Bereits zwei Minuten später legte Tina Wewer einen hohen Querball auf die linke Seite in den Lauf von Krude, die vorm Tor erneut die Nerven behielt und zum 0:2 erhöhte. Zu diesem Zeitpunkt hätte dies allerdings schon das dritte Tor für die Germania sein müssen, doch weil der Schiedsrichter „in die Sonne geguckt“ hat, wurde das einwandfreie Tor von Nadine Rottwinkel in der 4. Minute zurückgepfiffen. Außerdem verpassten anschließend in der 15. Minute erst Claßen und dann Rottwinkel das Tor nur knapp.

Steinbeck wachte nun so langsam auf und setzte vorne ihre schnellen Spielerinnen in Szene. Sowohl in der 21. als auch in der 32. Spielminute fand Grün-Weiß die Lücken und rannte im Alleingang aufs Tor, doch beide scheiterten im 1-gegen-1 an Michelle Pruß.
Bevor das Spiel anfing ruppig zu werden, versuchte es die Hauenhorsterinnen noch einmal mit einem Standard nach Foul an Claßen. Doch der ausgeführte Freistoß war zu harmlos.
Kurz vorm Pausenpfiff ereignete sich auf der Gegenseite ein Spiegelbild des Freistoßes. Doch die Folgen waren weniger harmlos: Der Schiedsrichter erfand plötzlich seine eigenen Regeln und dachte sich aufgrund eines „Hab ich“-Rufes von Pruß einen indirekten Freistoß für Steinbeck ZWEI Meter vor der Torlinie aus. Den diskreten Hinweis, dass es so eine Regel im DFB-Regelwerk nicht gibt und dass der Ball mind. auf die Torraumlinie zurückgelegt werden muss, wurde stumpf ignoriert und mit einer gelben Karte gewürdigt. Den ominösen Freistoß konnte Hauenhorst dann aber mit einer 11-Frau-Mauer entschärfen.

In der zweiten Halbzeit beruhigte sich die Stimmung im Spiel. Hauenhorst stürmte weiterhin mehrmals gefährlich Richtung Tor, doch sowohl Rottwinkel (54.) als auch Claßen (57.) scheiterten erneut vorm gegnerischen Tor. Die bis dato wohl größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte Steinbeck in der 78. Minute, als Voß erneut alleine auf Pruß stürmte, das Tor dann aber verfehlte. Besser machte es dann Jennifer Rottwinkel eine Minute später. Über rechts marschierte Jenny Krude die Linie entlang und legte quer auf ihre Namensvetterin. Mit einem strammen Schuss aus gut 30 Metern schlug der Ball unter die Latte im Tor zum 0:3 (80.) ein und das „Jenny-Duo“ war perfekt. Der darauffolgende Anschlusstreffer der Grün-Weißen in der 81. Minute änderte an dem Auswärtssieg der Germania dann aber auch nichts mehr.

Tore: 0:1 Krude (7.), 0:2 Krude (9.), 0:3 J. Rottwinkel (80.), 1:3 Tietmeyer (81.)

SV Germania Hauenhorst II:
Mi. Pruß – Ottenhues (60. Heinze), Obermeit, J. Rottwinkel (80. S. Wiechers),
Gross (60. Wegmann) – Wewer, Kamphues, Storm, Krude, N. Rottwinkel – Claßen