GW Rheine III vs. Herren III 6 : 3

Vorbemerkung: Warum der Schiedsrichter als Ergebnis ein 5 : 4 im Spielbericht eingetragen hat……

( BS ) Dritte im „grün weißen“ Kuriositäten-Kabinett…

Rheine – Am vergangenen Sonntag war die Dritte bei der Drittvertretung von Grün Weiß Rheine zu Gast.
Bereits zu Beginn der Partie waren die Vorzeichen nach dem grandiosen Erfolg gegen Portu Rheine II ehr mäßig gesehen. Insgesamt konnte man mit 12 Spielern anreisen, wobei der erste bereits in der Halbzeitpause familienbedingt abreisen musste. Für diesen Einsatz und der Tatsache, dass er eigentlich noch ein wenig länger spielen wollte, bedanken wir uns bei Dir Marc Hille recht herzlich.
In der ersten Hälfte stürmte die Dritte fast pausenlos vor das gegnerische Tor. So hatten wir etliche sehr gute Torchancen durch Flitzi, Beckmann und Hille.
In der 6. und 21. Minute konnte allerdings die Heimmannschaft durch zwei Kontersituationen mit 2:0 in Führung gehen.
Trotz des Rückstandes hatte die Dritte weitere gute Möglichkeiten für den Anschlusstreffer. Allerdings scheiterten erneut Flitzi und Beckmann teilweise am Aluminium des Gästetores.
Erst in der 42. Minute konnte Hille aus zentraler Position zum verdienten Anschlusstreffer einnetzen.

So ging es in die Halbzeitpause, die aus organisatorischen Gründen im Sprecherturm von Grün Weiß stattfinden musste.

Jetzt fragt sich der ein oder andere Leser, was denn die Überschrift mit dem bisherigen Verlauf und der Berichterstattung zu tun hat?!
Doch jetzt beginnt die mit Abstand skurrilste zweite Hälfte, die der Schreiberling jemals erlebt hat.

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte man Köller für Hille und musste folglich taktisch auch umstellen. Mit Rückenwind erspielte sich Grün Weiß nun mehre teils sehr gute Möglichkeiten.
In der 50. Minute konnte allerdings der Neuzugang Colditz in seinem zweiten Spiel seinen zweiten Treffer durch einen Handelfmeter erzielen. (Anm. hierzu: Erst gestern wurde im Boulevardfernsehen ein gewisser Robert L., bzw. R. Lewandowski für ein Spiel gegen Wolfsburg wie ein Messias gefeiert. Trotzdem liegt die Trefferquote bei diesem „gottähnlichen“ Gebilde deutlich unter der von unserem Herrn Colditz… Lieber FC Bayern München… Gerne leihen wir unsere Spieler an euch aus, damit Ihr nicht noch einmal eine Schmach gegen Gladbach erklären müsst… :D)

Doch nun zum Spiel…

Ja! Bereits 30 Sekunden nachdem wir ausgeglichen hatten, gingen die Hausherren mit 3:2 und zehn Minuten später mit 4:2 in Führung. Zeitgleich kassierte Yannick Beckmann wegen einem Foulspiel die gelbe Karte. Warum man die Karte erwähnt, dass stellt sich erst später heraus. Halten wir die Information erstmal im Hinterkopf! In der 71. Minute konnte Beckmann, der in der ersten Hälfte noch die sprichwörtliche Scheiße am Fuß hatte, von links außen zum 4:3 verkürzen.
Nun begann das Beste, was man je erlebt hatte.
75. Minute: Grün Weiß tritt eine Ecke von der linken Seite auf das Tor von Brüning. Den Ball klärt Brüning zwar, doch der Nachschuss wird von Schwartze knapp einen Meter vor der Linie geklärt.
Vermutlich im Eifer des Gefechtes, hebt der Spieler von Grün Weiß (ungefähr von der Eckfahne) die Hand und sagt, der Ball lag hinter der Linie.
Der Unparteiische entschied daraufhin auf das 5:3. An sich sicherlich eine vertretbare Entscheidung, der Unparteiische hatte es auch gesehen, wenn da bloß nicht die Tücken des Platzes und eine Erhöhung vor dem Kasten der Dritten war. Aus dieser Position konnte der Unparteiische aus physikalischer Sicht her gar nicht die Linie sehen und somit auch nicht erkennen, ob der Ball die Linie passiert hatte. Faktisch also eine Fehlentscheidung.
Ach diesen Umstand sehen wir noch nicht als Kuriositäten-Kabinett an. In der Hitze der Nacht kann so etwas mal schnell passieren…
Kurze Zeit später beging Frischemeier ein Foulspiel und bekam die Gelbe Karte. Da diese nicht unbedingt gerechtfertigt war und der Spieler etwas lamentierte, sah Frischemeier direkt die rote Karte. An sich etwas hart die Entscheidung, aber das wird an anderer Stelle entschieden.
In der 83. Minute konnte Grün Weiß auf den Endstand von 6:3 erhöhen.

Doch jetzt geht’s los Leute… 😀
Beckmann, der eben noch als umjubelter Torschütze gefeiert wird, kommt im Gewühle zu Fall. Ganz nach dem Motto: „Nix passiert, bin auf dem Gesicht gelandet!“ Wollte Beckmann das Spiel nicht unterbrochen wissen. Doch leider zu früh gefreut der Herr.
Der Unparteiische pfiff, unterbrach die Partie und stellte Beckmann mit der zweiten gelben Karte vom Platz.
Begründung: „Schauspielerei ist ein unsportliches Verhalten, welches mit der gelben und folglich der Gelb/Roten Karte bestraft wird!“
Die Reaktion und das ungläubige Staunen der Dritten, sowie der Heimmannschaft tat Ihr übriges.
Also selten so eine geniale Begründung für einen Platzverweis bekommen.

„Die erste Halbzeit stimmt mich relativ froh. Trotz der Rumpftruppe und dem personellen Engpass hätte ich mir eine bessere Chancenauswertung gewünscht. Eine deutliche Führung wäre somit aus Hälfte eins berechtigt gewesen. Was dann aber in Hälfte zwei passiert ist, wollen wir lieber unkommentiert lassen!“, so Co-Trainer Bernd Schlattmann nach dem Abpfiff.

Germania Hauenhorst: Brüning – Schwartze, Frischemeier, Florian – Hille (46. Köller), Klumps – Mulder, Brinkmann, Colditz – Beckmann, Kösters

Tore: 42. Hille, 50. Colditz (Elfmeter), 71. Beckmann
bes. Vorkommnisse: Rot Frischemeier, Gelb/Rot Beckmann

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