FC Finnentrop – Damen I 2:2

( LG ) – Das zweite Remis dieser Saison musste die Germania aus Hauenhorst am gestrigen Sonntag hinnehmen, als der Schiedsrichter nach genau 91. Minuten gegen den Tabellenelften aus Finnentrop abpfiff. Für die Gastgeber ein gefühlter Sieg, standen sie doch ab der 60. Minute unter Dauerbeschuss.

Zwei Punkte verloren? „So würde ich es nicht sehen. Gegen Finnentrop haben wir uns bis jetzt jedes Jahr schwer getan. Das liegt zum einen an den miserablen Platzverhältnissen, zum anderen aber auch an der Härte und der Aggressivität, die die Spielerinnen an den Tag legen“ , so Siegers. Letzteres spürten Denise Wacker und Co. schon in den ersten Minuten. Früh attackierten die Finnentroperinnen und versuchten, die Gäste immer wieder mit kleinen Nicklichkeiten zu stören. Der Plan schien aufzugehen. Der Tabellenführer kam selten zum Torabschluss. Erst in der 38. Minute war es Lena Gosewinkel, die mit dem linken Fuß einschob. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Selbige war es dann auch, die am anderen Sechszehner ein sehr umstrittenes Foul begann. Jaqueline Gutwein verwandelte direkt – 1:1 (42. Minute). Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause, in der Siegers klare Worte fand. „Wir müssen ruhiger bleiben, wenn wir gegen so eine Mannschaft spielen. Spielerisch sind wir klar überlegen, da dürfen wir uns nicht so anstecken lassen“, suchte die Trainerin auch die Fehler bei sich.

Besser machte es die Siegerself dann in der zweiten Halbzeit. Bis auf eine Unachtsamkeit, die zum zwischenzeitlichen 2:1 führte (Lena Sieler/50. Minute), brannte vor Torfrau Kira Fröbrich nichts mehr an. Durch den Wechsel Wolters – Wermelt kam – wie schon letzte Woche – nochmal Schwung in die Partie. Lena Wermelt verteilte die Bälle am Fließband. In der 57. Minute schickte sie Stella Ewering auf die Reise, die mustergültig in den Strafraum flankte, wo Nici Schampera nur noch einköpfen musste – 2:2. Jetzt hatte der Tabellenführer Blut geleckt, mit dem Wisssen, dass der direkte Verfolger aus Gütersloh gepatzt hatte. Das Spiel fand nur noch in einer Hälfte statt, Hauenhorst hatte in den letzten zwanzig Minuten eine Vielzahl von guten Möglichkeiten, die allesamt ausgelassen wurden. Sinnbildich hierfür war es, dass die sonst so sichere Marie Gosewinkel in der 74. Minute per Elfmeter an Torfrau Anna-Lisa Tigges scheiterte, die vielleicht die beste Spielerin auf Seiten der Finnentroperinnen war. Die gelb-rote Karte gab es folgerichtig für diesen Elfmeter. Aber auch Lena Gosewinkel, Lena Wermelt, Melanie Reinhold und Nici Schampera reihten sich in die Liste der „Glücklosen“ ein.
Somit steht am Ende ein unverdienter Punkt auf der Habenseite der Germania, mit dem Trainerin Siegers aber leben kann: „Was die Mannschaft in der Hinrunde geleistet hat, war schon sehenswert. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, den wir aber gehen werden“ , ist die Übungsleiterin sich sicher. Auf Nachfrage wohin dieser Weg führen werde, schmunzelte sie nur. Eines ist jedoch klar: Mit fünf Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten kann der Weg nur in Richtung Regionalliga führen. Ob die Hauenhorsterinnen ankommen werden, bleibt jedoch abzuwarten.

Fazit: Nicht der Tag der Germania. Beim letzten Spiel dieser Saison möchten die Schützlinge von Siegers aber zeigen, dass sie verdient ganz oben stehen. Dieses Spiel findet am kommenden Sonntag um 12.30 Uhr in Ibbenbüren statt. Die Zuschauer können sich in der Vorweihnachtszeit auf viel „Zauber“ freuen, ging das Hinspiel doch ganz knapp 4:3 für die Germania aus.

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