Damen I vs. Wacker Mecklenbeck 2 : 0

( LG ) – Schlechtes Wetter, schlechtes Spiel. ( Foto: Dennis Westhoff )

Das letzte Heimspiel dieser Saison bestritten die Germaninnen gegen den Aufsteiger Wacker Mecklenbeck, der über weite Strecken gut verteidigte und wohl zu Unrecht auf dem viertletzten Tabellenplatz in der Westfalenliga steht. Doch was der Tabellenführer aus Hauenhorst heute zeigte, war einfach zu wenig. „In der ersten Halbzeit haben wir wie ein Abstiegskandidat gespielt. In der Pause musste ich die Mädels aufwecken, sodass sie dann am im zweiten Abschnitt den Zuschauern gezeigt haben, dass sie an diesem Tag auch Fußball spielen konnten. Mit dem Spiel bin ich aber nicht zufrieden. Gegen Gegner wie Mecklenbeck, die sich hinten rein stellen, müssen wir einfach einen Weg finden. Das gelang uns heute über weite Strecken leider nicht“, so die enttäuschte Trainerin Siegers.

Foto Dennis Westhoff

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Recht hat sie, die Germania aus Hauenhorst kam nicht ins Spiel, musste sogar mit ansehen, wie Kathrin Pels alleine vor Kira Fröbrich auftauchte, aber kläglich vergab. Es dauerte lange, bis Hauenhorst etwas zustande brachte, was mit Fußball zu tun hatte. Einen Pass aus dem Zentrum erlief Stella Ewering und passte in die Mitte, wo sie mit Kim Wolters einen Abnehmer fand. Der Ball ging nur knapp über das Gehäuse der Torhüterin. Symptomatisch für diesen „Gruselkick“ war dann auch die Szene, die zum Führungstreffer führte. Während eines Standards wurde Melanie Reinhold umgerissen (ohne an der Aktion beteiligt gewesen zu sein). Der gute Schiedsrichter ahndete diese Situation richtig. Den fälligen Elfmeter schoss Innenverteidigerin Marie Gosewinkel eiskalt ein – 1:0 (30.Minute). Bis zur Halbzeit fiel den Schützlingen von Anja Siegers nicht mehr viel ein.

Die Pausenansprache von Siegers trug ihre Früchte. Nach der Halbzeit nahmen die Germaninnen den Kampf auf dem tiefen Geläuf an, waren bissiger und dominierten den Gegner, der in der zweiten Halbzeit kaum Chancen hatte. Sowohl Lena Wermelt, als auch Jule Borgmann kamen in das Spiel und belebten dieses. In der 73.Minute landete ein langer Ball von Wermelt bei Schampera, die eiskalt einschob. „Ab der 65.Minute haben wir endlich Fußball gespielt. Das möchte ich von den Mädels sehen, da müssen wir unbedingt nächsten Sonntag gegen Finnentrop weitermachen“, weiß die Trainerin, dass Finnentrop ein ähnliches System spielt, wie der heutige Gegner.

Fazit: Ein bildlich gesehen „dreckiger Sieg“, der aber auch drei Punkte gibt. Somit festigen die Hauenhorsterinnen ihren Platz an der Spitze und haben nunmehr sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger, den FFC aus Recklinghausen. Die vorzeitige Herbstmeisterschaft haben sich die Germaninnen mit diesem Sieg auch gesichert. Für das nächste Spiel muss aber unter der Woche noch hart gearbeitet werden, um am Sonntag mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Schippen drauflegen zu können.

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