Damen I vs. SV Bökendorf 2 : 2

( LG )– Zwei verschiedene Halbzeiten sahen die zahlreichen Zuschauer am Sonntag im Waldparkstadion. ( Foto: Dennis Westhoff )

„In der ersten Halbzeit top, in der zweiten Halbzeit flop“ , so Siegers auf die Frage, wie sie die beiden Halbzeiten wahrgenommen habe.
In den ersten 45 Minuten drehte der Tabellenführer richtig auf, schoss schon in der zweiten Minute das 1:0 durch eine schöne Kombination, die ihren Abnehmer in Form von Kapitänin Melanie Reinhold fand. Sie schloss eiskalt aus 18 Meter ab und verwandelte zur Führung. In der ersten Halbzeit spielte nur die Germania. Der SVB kam kaum zum Zuge und war sichtlich geschockt von dem Sturm der Germania. Nicole Schampera legte durch einen klaren Handelfmeter nach – 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.
Alle Zuschauer waren sich sicher, dass der Siegeszug der Germania auch an diesem Sonntag fortgesetzt werden konnte. Doch dem war nicht so.

Vielleicht hatten die Spielerinnen der Germania auch diese Einstellung? Im Vorfeld wurde viel über das Spitzenspiel der Westfalenliga geredet und alle Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt.
In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein anderes Bild, der SV Bökendorf wurde mutiger, traute sich viel zu und presste früh. „Ich habe meine Mädels noch gewarnt. Bökendorf spielt immer 90 Minuten aggressiven Fußball und sie geben sich nie auf, egal bei welchem Spielstand“, so Siegers. Diese Moral zeigten die Gäste auch am Sonntag und erzielten folgerichtig den Anschlusstreffer. Eine Unachtsamkeit in der Germania-Defensive nutzen Yvonne Hansmeier eiskalt aus. Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel zerfahren, viele Fehlpässe und viele Unachtsamkeiten prägten das Spiel der Siegerself. „Das war nicht das, was wir den Zuschauern zeigen wollten. Wir können den Ball so gut zirkulieren lassen, meine Mannschaft kam mit dem Druck nicht klar“, resümiert Siegers korrekt. Denn das 2:2 lag in der Luft und es fiel im direkten Anschluss auch. Eine schöne Kombination der Gäste konnte auch Torfrau Kira Fröbrich nicht mehr entscheidend abwehren und Carla Oelmann schloss zum viel umjubelten 2:2 ab.
„Wir müssen mehr investieren, um dieses Spiel zu gewinnen. Aber vielleicht ist der Zeitpunkt gut, dass wir hier die Punkte abgegeben haben, denn das war alles andere als unverdient. Bökendorf ist bis jetzt der stärkste Gegner, auf den wir getroffen sind“, lobt die Übungsleiterin die Mannschaft vom gegnerischen Trainer Schmidt.

Fazit: Eine gefühlte Niederlage. Die Mannschaft wird ihre Lehren daraus ziehen und am kommenden Sonntag alles geben, um wieder einen Dreier zu holen.