Damen 1 vs. VfL Bochum 3 : 1

Germanenfrauen überwintern im Westfalenpokal

( LG ) Knapp 100 Zuschauer schauten sich bei eisigen Temperaturen das Westfalenpokalspiel zwischen der Germania aus Hauenhorst und dem VfL aus Bochum an. Im Vorfeld wurde viel über dieses Spiel gesprochen, denn aus jüngster Vergangenheit wussten die Hauenhorsterinnen was es bedeutet, den Westfalenpokal zu gewinnen.

Danke an Alex T's Privatfotografie

Danke an Alex T’s Privatfotografie

Die Teilnahme an dem DFB-Pokal der Frauen würde ein eventueller Sieg bedeuten. Erinnert man sich doch gerne an das Spiel gegen den Bundesligisten Turbine Potsdam, welches knapp 2000 Zuschauer sahen. „Das war überragend. Solche Spiele sind für die Mädels immer ganz besonders. Da ist das Ergebnis dann auch Nebensache“, so Siegers zum damaligen Spiel.
Jedoch musste erst einmal die wohl größte Hürde in dieser Saison – der VfL Bochum – genommen werden. Denn mit dem Gästeteam stellte sich eine Mannschaft vor, die letzte Saison noch in der Spitzengruppe der zweiten Bundesliga gespielt hat. Durch einen Zwangsabstieg und vielen Verlusten musste sich der VfL neu aufstellen, behielt jedoch viele Leistungsträgerinnen, die nun in der Regionalliga West um den Aufstieg mitspielen. Auf Platz vier stehen die Schützlinge von Andreas Biletter, die mit Tiana Kalamanda, Franziska Bröckl und Wiebke Neuhaus über einige ehemaligen Auwahlspielerinnen verfügen.
Schon in der Saisonvorbereitung gab es dieses Duell. Damals konnte sich die Germania mit 2:0 durchsetzen. „In der Vorbereitung war Bochum noch in der Findungsphase. Mittlerweile sind sie eines der Spitzenteams und haben den Tabellenführer und möglichen Aufsteiger in die zweite Liga Arminia Bielefeld mit 1:0 besiegen können“, analysierte Siegers im Vorfeld den Gegner genau.

Foto: Jürgen Westhoff

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Jetzt aber zum Spiel. Hauenhorst kam besser in die Partie und wollte den Zuschauer zeigen, dass sie zurecht die Liga anführen. Schon in der zweiten Minute war es Kerstin Stegemann, die eine Flanke nicht richtig verarbeiten konnte und nur knapp das Tor verfehlte. Sieben Minuten später machte es Torjägerin Nici Schampera besser: Einen Querpass von ihrer Sturmpartnerin Lena Gosewinkel erlief die schnelle Stürmerin und lies die Zuschauer jubeln. Nach diesem Tor packten die Gäste eine Schippe drauf und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor von Kira Fröbrich, die ihre Sache an diesem Samstag aber gut machte. Verhindern konnte sie den Ausgleich jedoch nicht. Durch ein Abseitstor brachte Nadine Kraus die Blauen wieder auf die Erfolgsspur. Einen Abwehrfehler nutzen die Bochumerin aus und kam alleine vor Torhüterin Kira Fröbrich zum Abschluss (35.Minute). Doch die Antwort der Gastgeberinnen ließ nicht lange auf sich warten. Eine Minute später traf Lena Gosewinkel zur erneuten Führung. Fast identisch zum ersten Tor setze sich diesmal Nici Schampera auf außen durch und passte quer in den Strafraum zu Lena Gosewinkel, die den Fuß nur noch hinhalten musste. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.
„Das war mir aber zu wenig. Der Boden war tief und seifig, aber meine Mädels haben das Kurzpassspiel an diesem Tag etwas vernachlässigt“, äußert sich Siegers kritisch. In der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte der Gäste nach, Hauenhorst kam immer wieder zu gefährlichen Chancen, die leider größtenteils ungenutzt blieben. In der 64. Minute baute Lena Gosewinkel mit einem Flachschuss die Führung aus. „Wir sind eine Runde weiter und haben Bock auf das Halbfinale. Unser klares Ziel ist der Gewinn des Pokals“ , gibt Co-Trainerin Steffi Willmann ganz klar den Weg vor.

Fazit: Kein schöner Sieg, aber ein verdienter. Im Halbfinale könnten die Hauenhorsterinnen auf Arminia Ibbenbüren, SV Bökendorf oder die Sportfreunde aus Siegen treffen. Die Auslosung findet aber erst im kommenden Jahr statt. Das Halbfinale ist für den 24.03.2016 (Gründonnerstag) angesetzt. Eine Frage an die Trainerin bleibt jedoch noch: Wer soll der nächste Gegner sein? „Der letzte verbliebene Regionalligist wäre schön. Aber dann im Waldparkstadion“, so Siegers.

Danke an Alex T's Privatfotografie

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Und hier der Bericht von der Homepage des VfL Bochum
Die VfL-Frauen mußten im Viertelfinale des Westfalenpokals die Segel streichen. Gegen den Tabellenführer der Westfalenliga, Germania Hauenhorst, gab es eine verdiente 1:3-Niederlage. Das Spiel war aus Bochumer Sicht eine reine Enttäuschung.

Der VfL mußte im Münsterland auf Nathalie Bock, Carina Grendel und Laura Kill verzichten, dazu ist Mittelfeldspielerin Melanie Heep nach ihrer Verletzung immer noch nicht fit. Auch Trainer Andreas Billetter stand an diesem Tag nicht zur Verfügung. Er betreute die U17-Mädchen in Gütersloh. Nach einem leichten Aufwind in den letzten Begegnungen hatte man auf ein Weiterkommen im Pokal gehofft. Es war aber klar, daß nur durch eine 100%ige, konzentrierte Leistung das Ziel zu erreichen war. Bereits in der 2. Minute setzten die Gastgeberinnen ein erstes Zeichen, als eine Hereingabe von rechts in der Mitte nur knapp verpasst wurde. Kurz darauf hatte auch das Bochumer Team gute Tormöglichkeiten durch Ann-Sophie Vogel und Laura Buczkowski. Es zeigte sich aber schon in dieser Phase immer wieder, daß die schnellen Stürmerinnen von unseren Abwehrspielerinnen nur schwer in den Griff zu bekommen waren. So fiel relativ früh das 1:0 für Hauenhorst (9.), als die VfL-Abwehr unnötig auf Abseits spielte. Nur eine Minute später wäre aus einer ähnlichen Situation fast der zweite Treffer gefallen. Die Bochumerinnen fanden jedoch zunächst wieder ins Spiel und kamen durch Nadine Kraus in der 35. Minute zum 1:1. Bei der nächsten Aktion war auch schon der Ausgleich wieder verspielt. Eine Minute nach dem Treffer, war es Lena Gosewinkel, die die Gastgeberinnen mit 2:1 in Führung brachte (36.). Die Stürmerin war eher am Ball als VfL-Torhüterin Maike Vogler und hatte keine Mühe den Ball im Netz unterzubringen. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel erhöhten die Bochumerinnen endlich den Druck. Das Team hatte nun im Feld mehr Spielanteile, doch der Gegner blieb bei Kontern stets gefährlich. Als nach 64 Minuten das 3:1 fiel, war die Partie gelaufen. Zwar hatte Laura Buczkowski noch die Riesenchance zum 2:3, der verdiente Sieger hieß am Ende aber Germania Hauenhorst.

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