BSV Ostbevern vs. Damen I 0 : 1

( LG ) – Das war ein rabenschwarzer Tag für die Germaninnen aus Hauenhorst. Gleich zwei Spielerinnen der Startformation verletzten sich noch während des Aufwärmens, konnten beide aber glücklicherweise von Beginn an spielen. Hinzu kam die schlechte Chancenverwertung und das wenige Laufpensum, welches die Mädels von Trainerin Siegers an diesem Nachmittag boten.

Aber alles von Anfang an: Schon in der Anfangsphase der Partie waren die Hauenhorsterinnen des Öfteren nicht eng genug bei ihren Gegenspielerinnen. Ganz im Gegenteil zum Gastgeber aus Ostbevern: Aggressivität und der unheimliche Wille zum Sieg machte die Elf von Frank Schlichter besonders stark an diesem Nachmittag.

Foto: Karl-Heinz Kock ( Westfälische Nachrichten )

Foto: Karl-Heinz Kock ( Westfälische Nachrichten )

Die Tugenden, die die Siegerself so gut beherrscht, wurden heute einfach missachtet und es war zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Hatte man doch vergangenen Sonntag den Tabellendritten aus Billerbeck mit 10:0 auf die Heimreise geschickt, gelingt es auf keiner der elf Positionen auch nur ansatzweise die Form vom vergangenen Spieltag abzurufen. In der 36. Minute markierte Neuzugang Stella Ewering ihr erstes Saisontor für den neuen Club – und wie wichtig dieses Tor werden würde, wusste zu diesem Zeitpunkt noch keiner. Nach einer Ecke wurde im Strafraum wild gestochert, die gedankenschnelle Ewering schoß den Ball über Torfrau Nina Potthoff zum umjubelten 1:0. Warum lief die junge Außenspielerin eigentlich beim Torjubel zu Coach Siegers? „Unter der Woche habe ich Stella gesagt, sie schießt gegen Ostbevern ihr erstes Saisontor für uns. Und das tat sie, somit freue ich mich besonders für sie“, brachte Siegers die Antwort auf die Frage.

Nach der Pause änderten die Germaninnen nicht viel an ihrem Spiel. Eine Veränderung im Spiel gab es trotzdem: Kira Fröbrich, Torhüterin der Germania musste das Spielfeld verlassen, da sie sich beim Aufwärmen das Knie so sehr verletzte, dass weitere 45. Minuten nicht vorstellbar gewesen wären. Da Andrea Brümmer noch verletzt ist, rückte für sie die erfahrene Anja Müller ins Tor, die den Sieg festhielt (dazu später mehr).

Lange Bälle und Unkonzentriertheit beherrschten das Spiel der Gäste. „Wir hatten ganz klar mehr Ballbesitz, konnten diesen aber nicht effektiv nutzen. Ich bin ganz und gar nicht zufrieden. Wir waren nicht bissig genug und immer einen Schritt zu spät“, resümierte die Trainerin das Spiel.

Am Ende der Partie wurde es nochmal hitzig, Ostbevern suchte immer wieder die pfeilschnelle Alexandra Füchtenbusch, die einmal den Turbo zündete und alleine auf Anja Müller zulief. Mit aller Erfahrung blieb sie lange stehen und parierte überragend. Sie hielt ihre Mannschaft im Spiel und verhinderte die Punkteteilung.

Fazit: Glanzlose Vorstellung nach so starken vergangenen drei Wochen. Die Mannschaft muss jetzt den Hebel umlegen, um nächste Woche gegen den Aufsteiger Ottbergen-Bruchhausen Zählbares mitzunehmen.