1. FFC Recklinghausen vs. Damen I 0 : 3

( LG )Erster gegen Zweiter hieß es am gestrigen Sonntag im Stadion Hohenhorst in Recklinghausen.
( Foto: Copyright by Uli Lux )

Mit großen Selbstvertrauen machte sich die Germania aus Hauenhorst gestern auf den Weg, um auch in Recklinghausen den Aufwärtstrend beizubehalten. Und dies gelang auch – mit 3:0 verließen die Hauenhorsterinnen am Ende hochverdient den Platz und traten mit bester Laune die Heimreise an. 24 Punkte aus 9 Spielen, ein Torverhältnis von 42:6 Toren spricht eine klare Sprache.

Auch Trainerin Siegers kann spätestens nach dem deutlichen Auswärtssieg in Recklinghausen nicht mehr leugnen, dass Hauenhorst zur Zeit das Maß aller Dinge ist. „In der ersten Halbzeit haben die Mädels das gespielt, was ich von ihnen erwarte. Aggressives Pressing, Ballgewinne im Mittelfeld und ein schnelles Umschaltspiel nach vorne“.

Die Marschroute wurde direkt umgesetzt und der Gast fand immer besser ins Spiel. Schon in der 7. Minute hatte Lena Gosewinkel das erste Mal die Chance, den Ball zu versenken. Kim Wolters startete auf ihrer linken Außenbahn mustergültig durch, erlief einen langen Ball von Sinah Lütke-Harmölle und konnte nur durch ein Foul an der Strafraumgrenze gestoppt werden. Lena Gosewinkel zirkelte den Ball nur knapp über das Gehäuse. Besser machte es ihre Schwester Marie, die einen Foulelfmeter an Stella Ewering – der im Übrigen eine klare Berechtigung hatte – unten links zur 1:0 Führung einschob. Im Laufe der Partie zeigte die Siegerself einmal mehr, warum sie oben steht. Auf engstem Raum wurde ein Kurzpasssspiel durchgeführt, welches Lisa Stoltmann mit einem hartem Schuss nur knapp neben den Kasten vollendete. In der 35.Minute war es dann Lena Gosewinkel, die durch einen Abpraller die Torhüterin überwinden konnte – 2:0.

Nach der Pause wurden die Recklinghauserinnen dann stärker, spielten ein ums andere Mal gutes Pressing und erarbeiteten sich Chancen, die Kira Fröbrich jedoch abfangen konnte. Eine gute Stunde war gespielt, als Innenverteidigerin Sinah Lütke-Harmölle alleine vor der Torfrau auftauchte und das Leder mit voller Wucht an den Querbalken zimmerte. Wenig später (69. Minute) nahm sich Kim Wolters ein Herz und schoss aus gut 20 Metern aufs Tor. Den gewaltigen Schuss konnte die Keeperin nur abklatschen lassen. Ein Geschenk für die schnell reagierende Nici Schampera, die damit ihren 13. Saisontreffer im neunten Spiel markierte.

„Heute standen wir auf allen Positionen sehr sicher. Besonders gut hat mir meine Zentrale um Melanie Reinhold und Lisa Stoltmann gefallen. Die beiden ergänzen sich super, arbeiten enorm viel und sind dazu auch noch offensiv stark“ , ist Siegers glücklich, dass man den längeren Ausfall von Kapitänin Mona Schmidt fürs erste kompensieren kann. „Aber auch Marie und Sinah spielen stark in der Innenverteidigung. Die diagonalen Bälle sind eine Waffe. Ich bin mir sicher, dass diese Bälle kein anderes Innenverteidigerduo so präzise spielen kann“, lobt Siegers ihre Innenverteidigung. Wichtig für die Trainerin ist aber der „enorme Mannschaftszusammenhalt“, der sowohl im Training, als auch im Spiel zu sehen ist. „Selbst die Invaliden stehen Sonntag für Sonntag an der Seitenlinie und fiebern mit. Eine tolle Mannschaft haben wir zusammen“ (die Großes vor hat), so Siegers.